Albrecht Pallas
Danke, Herr Präsident. Danke, Herr Zwerg, ich will Ihnen zugutehalten, dass Sie die Fragen tatsächlich umtreibt. Ich denke, dass ich im letzten Teil meiner Rede durchaus darauf eingegangen bin, was Alternativen sind, wenn es darum geht, Menschen, die auf verschiedenen Wegen als Migranten zu uns kommen, zu einem eigenständigen, sinnstiftenden, vernünftigen, normalen Leben zu verhelfen. Die Bedeutung der Integration durch Arbeit ist evident. Deswegen müsste man eigentlich die Forderung stellen, dass diese Menschen so schnell wie möglich arbeiten gehen dürfen. Fakt ist, dass wir vielen von ihnen sehr lange die Arbeitserlaubnis verweigern, solange bestimmte Sprachniveaus nicht erreicht sind. Das mag für bestimmte Berufe sinnvoll sein, aber längst nicht für alle. Es gibt Tätigkeiten, bei denen man „on the Job“ durchaus die Sprache lernen kann. Sie haben noch einmal Bezug auf die Stadtbilddebatte genommen. Herr Wippel hat es vorhin ein bisschen anders beschrieben. Ich weiß gar nicht, woher Sie die Erkenntnis nehmen, wenn Sie zum Beispiel über die Prager Straße in Dresden gehen und dort Menschen sehen, die phänotypisch anders aussehen als der Durchschnittsdeutsche, dass es Geflüchtete oder Geduldete wären und was sie dort machten. Ja, wir wissen durch die Kriminalitätsstatistik, durch den Periodischen Sicherheitsbericht, dass bestimmte Formen von Straftaten dort regelmäßig stattfinden. Wir wissen, dass im Bereich Jugendkriminalität, im Übrigen international, Straftaten stattfinden. Die haben aber eher etwas mit jugendlicher Devianz zu tun und weniger mit der Frage der Herkunft der jungen Leute. (Sebastian Wippel, AfD: Statistisch nicht haltbar!) Das wissen wir alles. Trotzdem sorgt die Art und Weise, wie Sie Ihre Debatte führen, dafür, dass permanent Menschen, die anders aussehen, im Fokus stehen. Das werfe ich Ihnen vor. Ich bin dabei, und das haben wir auch schon regelmäßig vertreten, hier, im Sächsischen Landtag, und auch in Kommunalparlamenten, dass wir im Rahmen von – Zweiter Vizepräsident André Wendt: Die Redezeit.
