Franziska Schubert
– weil es zu kalt ist, sondern um ihnen einen Schutzraum vor dem Albtraum der Silvesternacht zu geben, wie man ihn Jahr für Jahr erleben kann. In grenznahen Regionen – ich komme selbst aus einer – ist es besonders krass. Schon in meiner Jugend kam es in meinem unmittelbaren Umfeld zu zerfetzten Trommelfellen, weggesprengten Fingern und derlei Verletzungen. Auch im letzten Jahr starben hier in Sachsen leider wieder zwei Menschen durch den Umgang mit zu heftigen Böllern. Wer Tiere hat, sei es Nutz- oder Haustiere, der weiß: Die Knallerei setzt ihnen extrem zu; das geht Wildtieren genauso. Herzrasen, Panik und Orientierungslosigkeit – die Tiernotdienste berichten jedes Jahr von dramatisch steigenden Einsatzzahlen rund um Silvester. Nicht selten endet das in Verletzungen, zum Beispiel im Straßenverkehr, auch mit Gefährdung für die Menschen. Plastik, Pulver und Metallreste von Raketen oder Böllern führen zu schweren Verletzungen, Vergiftungen oder Schnittverletzungen bei Hausund Wildtieren.
