Thomas Thumm
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Wir haben einige Zitate von Ludwig Erhard gehört. Eines wird ihm auch zugeschrieben: „Wirtschaft ist zu 50 % Psychologie.“ Dieses Zitat möchte ich mit einem weiteren ergänzen, von meinem Lieblingskolumnisten Henryk M. Broder, der in Bezug auf das Handeln der Regierenden in dieser Bundesrepublik Deutschland gesagt haben soll, dass, wenn man dieses Land überdachen könnte, wir eine geschlossene Anstalt hätten. Wenn ich einigen Redebeiträgen hier zugehört habe, im Besonderen den Reden von Herrn Hartmann und Herrn Günther, in denen sie nichts zur Zukunft des Wirtschaftsstandorts Deutschland beigetragen haben, sondern nur eine permanente Hetze gegen die größte Oppositionspartei, die AfD, betrieben haben, dann wird deutlich, dass die AfD versucht, die Defizite zu korrigieren, die Sie alle gemeinsam in Ihrem einheitspolitischen Handeln und in den Beschlüssen hinterlassen haben. Diese Defizite haben dieses Land nahezu zugrunde gerichtet. (Zuruf Luise Neuhaus-Wartenberg, Die Linke) Wie Herr Berger bereits in Bezug auf die Bürgermeisteranhörung am Montag gesagt haben soll, sei herausgekommen, dass die kommunalen Haushalte in diesem Land mit einer Milliarde Euro im Feuer stehen, ja, dass mit neuen Schulden alte Schulden bezahlt werden müssen. Das alles haben Sie zu verantworten, meine sehr verehrten Damen und Herren. (Beifall AfD und Matthias Berger, fraktionslos) Und Sie stellen sich hier hin und reden von Visionen für dieses Land. Merken Sie eigentlich noch irgendetwas? Merken Sie eigentlich, dass Sie der Architekt, Sie alle gemeinsam hier, der Architekt des wirtschaftlichen Niedergangs dieses Landes sind? (Stefan Hartmann, Die Linke, steht am Mikrofon.) Dass die Leute ihre Arbeitsplätze verlieren, dass die Leute jetzt in Kurzarbeit gehen, merken Sie das? Und können Sie irgendwann mal politisch etwas dazu beitragen, dass wir vielleicht gemeinsam in einem Konsens die Lage für die Menschen da draußen wieder verbessern? (Beifall AfD und Matthias Berger, fraktionslos) Schaffen Sie das irgendwann mal? (Zuruf Sören Voigt, CDU) Erste Vizepräsidentin Ines Saborowski: Würden Sie Zwischenfragen zulassen?
