Juliane Nagel
Herr Thumm, den Gefallen werden wir Ihnen nicht tun. Sie können sich ja mal Wahlumfragen anschauen, wie es um die Linke steht. Da geht es steil nach oben, aber das soll jetzt nicht Teil meiner Erwiderung sein. Ich kann es auch nicht mehr hören. Ich kann nicht mehr hören, was aus Ihrer Ecke an Hetze und Menschenverachtung ausgestoßen wird. (Zurufe AfD) Wir werden das so lange anprangern, solange Sie nicht damit aufhören oder Sie aus dem Parlament verschwinden. (Thomas Thumm, AfD: Werden Sie nicht schaffen! – Gelächter und Zurufe AfD) Doch um sachlich zu werden: Es gibt Statistiken – mit harten Zahlen beschäftigen Sie sich ja nicht so gerne –, die besagen, dass die Menschen, die 2015, 2016 und fortfolgend hierherkommen mussten, (Sebastian Wippel, AfD: Die mussten nicht hierherkommen!) weil ihre Heimatländer zerstört wurden, zum überwiegenden Teil in Erwerbsarbeit gekommen sind bzw. in Ausbildung stecken und zu unserem gesellschaftlichen Reichtum durch Steuern beitragen. (Zurufe AfD) Für diese Menschen sprechen auch wir. Sie wollen ja die Menschen, die anders aussehen, ausschließen. (Thomas Thumm, AfD: Darüber habe ich nicht gesprochen!) Wir machen bei der Integration den Punkt, dass die Menschen angekommen sind, und zwar zum großen Teil durch das, was wir staatlich dazu beitragen, durch die Fördermaßnahmen und die Offenheit von Unternehmerinnen und Unternehmern und von Bildungsinstitutionen. (Zurufe AfD) Sie sind Teil unserer Gesellschaft geworden und stützen unsere Gesellschaft. Und das werden wir immer wieder sagen. (Beifall Die Linke – Unruhe im Saal) Erste Vizepräsidentin Ines Saborowski: Wir fahren fort in der Reihenfolge. Jetzt hätte die CDU-Fraktion die Möglichkeit zu sprechen. – Das möchten Sie nicht. Wir kommen zur AfD-Fraktion. – Herr Wippel möchte sprechen. Ich bitte die rechte Seite um etwas mehr Ruhe und private Gespräche bitte nach draußen zu verlegen. Herr Wippel, Sie haben das Wort.
