Albrecht Pallas
Herr Kollege Hentschel-Thöricht, Sie haben gerade das Beispiel der Citywache in Dresden angeführt und im Weiteren in den Kontext von Sicherheit, insbesondere der Polizei- und Sicherheitsbehörden, gestellt. Ich kann nur davor warnen, dass man in dieser Debatte einseitig auf Sicherheitsbehörden und eher repressive Ansätze setzt, da das den Aufgaben, vor denen wir im Übrigen in allen größeren Städten stehen, überhaupt nicht gerecht wird. Kriminalprävention, gerade im öffentlichen Raum, ist dann sinnvoll, wenn man klug präventive, repressive und städtebauliche Aspekte kombiniert. Das ist der Kern des Projektes der Citywache in Dresden. Der Name insinuiert, dass es eine Polizeistation ist. Es sind auch Polizeibeamte drin, aber eben nicht nur. Es sind ebenfalls städtische Bedienstete dort, es ist eine Anlaufstelle für Einzelhändler, für Bürgerinnen und Bürger, die sich aus unterschiedlichsten Gründen unsicher und unwohl fühlen. Es geht dort nicht immer nur um Kriminalität. (Sebastian Wippel, AfD: Auch Kopfschmerzen!) Aufpassen müssen wir, denke ich, auch darauf, dass wir es nicht auf die Spitze mit der Stigmatisierung von Orten treiben. Lassen wir die Kirche mal im Dorf. Es ist ein Bahnhofsvorplatz. Zeigen Sie mir mal einen Bahnhofsvorplatz in irgendeiner europäischen Stadt, der völlig kriminalitätsfrei und konfliktfrei ist. (Mike Moncsek, AfD: Bratislava! –
