Albrecht Pallas
Frau Präsidentin, es ist eine Kurzintervention auf den Redebeitrag von Herrn Kollegen Flemming, der noch einmal deutlich gemacht hat, vor welchen Problemen wir gesellschaftlich und politisch stehen und dass wir uns viel zu sehr zwischen extremen Positionen hin- und herbewegen. Wir haben die Zwischenbemerkung des GRÜNEN-Kollegen gehört, dessen Position es war, nur zwei Spuren für den Autoverkehr in Dresden vorzusehen. Das geht genauso wenig. Wir sind eine Großstadt. Die Menschen müssen hier schnell von A nach B kommen – ob mit dem Rad, den Öffis oder dem Auto, spielt erst einmal keine Rolle. Es darf auch nicht zulasten des Wirtschaftsverkehrs gehen. Wir müssen aber auch zur Kenntnis nehmen, dass sich die verkehrliche Nutzung unserer Straßen verändert: Immer weniger Menschen nutzen das Auto. Immer mehr Menschen nutzen das Fahrrad und ÖPNV, und das muss sich auch in den Planungen für eine solche Brücke widerspiegeln. Deshalb wäre es gerade der richtige Vorschlag gewesen, um beide Interessen zu einem guten Kompromiss zu führen, drei Spuren vorzusehen. Es gibt genug Beispiele dafür, dass das funktioniert. Das Ergebnis wird sein: Wir werden die Brücke relativ schnell aufbauen, wir machen kein Planfeststellungsverfahren und es wird ein Wiederaufbau sein. Nach den heutigen Regeln bedeutet vierspurig aber, dass die Brücke so breit wie die Autobahnbrücke hier in Dresden wird. Stellen Sie sich einmal die Altstadtsilhouette vor. Das ist für mich kaum vorstellbar. Deshalb verstehe ich nicht, dass wir uns noch in diesen ideologischen Gräben befinden. Kommen wir doch zusammen und sagen: Jetzt geht es los, so schnell wie möglich eine für alle Interessen verträgliche Lösung – das wären drei Spuren gewesen – zu schaffen. Ich denke, wir haben die Chance noch; denn wir müssen die Stadtratsdebatten nicht unbedingt hier im Landtag führen. Es passte nur gut dazu. Danke. (Beifall SPD) Erste Vizepräsidentin Ines Saborowski: Vielen Dank. Möchte der Abg. Flemming reagieren? – Das möchte er; bitte schön.
