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Marko Schiemann

CDU 11.09.2025 Sitzungen 8/19

Sehr geehrter Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren Abgeordneten! Ich muss noch einmal an das Mikro gehen, weil es nicht ganz stimmt, was meine Vorrednerin gesagt hat. Im Freistaat Sachsen haben wir 50 % aller Arbeitsplätze verloren, 50 % der Unternehmen sind verloren gegangen. Aber nach der Gründung des Freistaates Sachsen hat die Kraft der Menschen in diesem Land, aber auch die Unterstützung von Unternehmern aus anderen deutschen Ländern, vielleicht auch aus dem Ausland, dazu beigetragen, dass wir zwar diese 50 % nicht ersetzen konnten, aber vieles wieder neu aufgebaut haben. Das hat etwas mit Lebensleistung zu tun. Das hat etwas mit Einsatz zu tun. Das hat etwas damit zu tun, dass die Menschen sich nicht nur hingesetzt und gesagt haben: Es ist alles schlecht in unserem Land. Sie haben gewusst, dass es schwierig wird. Aber dass es besser wird, das haben die Menschen gedacht. Das haben sie auch erreicht, weil dieses Land wieder Wege finden konnte. Wir haben das Autoland Sachsen historisch begründet, vor über 100 Jahren. Sachsen ist wieder Autoland geworden. 43 % unseres Bruttoinlandsprodukts und des Außenhandels gehen bei der Autoindustrie und deren Zulieferindustrie in andere Länder. Wir haben die Chipindustrie hier nach Sachsen geholt. Der Standort der Chipindustrie ist der größte in ganz Europa. Darauf können wir stolz sein. Das ist hier in Dresden ein internationaler Standort geworden. Die Entscheidung darüber haben wir 1992 in der CDUFraktion getroffen. Kurt Biedenkopf hat das als eine wichtige Chance gesehen, weil damit das Potenzial gegeben war, dass die Facharbeiter nicht abwandern. Ich denke, hier könnte man noch viele Themen nennen. Es geht nicht darum, etwas Schlechtes gutzureden oder unkritisch zu sein. Wir müssen kritisch sein. Wir müssen uns kritisch mit den Problemen auseinandersetzen. Aber eines ist Fakt: Die Lebensleistung aller Sachsen – egal, ob sie arbeitslos waren, ob sie sich in Arbeit befunden haben, ob sie neue Arbeit gefunden haben – bleibt bestehen. In der Zeit ab 1990 hat das Kultur- und Sportleben weiter stattgefunden. Menschen haben sich in Kultur, Kunst und Sport engagiert. Sie haben sich als Übungsleiter oder Betreuer, als engagierte Menschen für unser Land, aber auch für den Nächsten eingesetzt. Das ist etwas, was nicht vergessen werden darf. Deshalb glaube ich, dass wir mit der deutschen Einheit, mit der friedlichen Revolution seit nunmehr 35 Jahren den Neuaufbau des Freistaates Sachsen gestalten, auch wenn es immer wieder neue Herausforderungen gibt, mit denen wir uns kritisch auseinandersetzen müssen. Die Zukunft gehört denen, die nicht nur reden, sondern auch machen. Das ist das Markenzeichen dieses Freistaates Sachsen. (Beifall CDU und Staatsregierung)

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