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Daniela Kuge

CDU 27.06.2025 Sitzungen 8/17

Sehr geehrte Frau Präsidentin! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Homosexualität ist keine Krankheit – nur Homophobie ist krank. (Beifall SPD, BÜNDNISGRÜNE und vereinzelt CDU) Heute stehe ich hier, um gemeinsam den Christopher Street Day in Sachsen einerseits zu würdigen und andererseits zu schützen. Er ist ein Zeichen für Gleichberechtigung, Vielfalt und die Anerkennung aller Menschen. Er macht die queere Gesellschaft sichtbar und setzt sich für eine Gesellschaft ein, in der jeder Mensch so sein darf, wie er will. Seit Jahrzehnten setzen sich Menschen weltweit für die Rechte und die Akzeptanz von lesbischen, schwulen, bisexuellen, transgender und intergeschlechtlichen Menschen ein. Die Paraden in Sachsen bieten dabei eine Plattform, um Vielfalt sichtbar zu machen, Diskriminierung abzubauen und Solidarität zu zeigen. Statistiken zufolge identifizieren sich in Deutschland bis zu sechs Millionen Menschen als lesbisch, schwul, bisexuell oder queer. Auch in Sachsen leben viele Menschen, die zu ihrer sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität stehen. Obwohl genaue Zahlen schwer zu erfassen sind, ist klar: Nicht heterosexuelle Menschen sind überall – in Städten, auf dem Land und in allen sozialen Schichten. Aber was macht Sachsen im Kontext des CSDs so besonders? Auch hier gibt es Herausforderungen wie Vorurteile und Diskriminierung. Doch – wie Sophie Koch bereits gesagt hat – die Szene wächst stetig. Die CSD-Paraden sind nicht nur Feierlichkeiten, sondern auch Zeichen des Widerstands und der Hoffnung. Sie zeigen, dass Akzeptanz und Gleichberechtigung möglich sind, gerade auch in Regionen, die als sehr konservativ gelten. Was macht die Sicherheit beim CSD besonders? Sicherheit ist für uns alle ein zentrales Thema. Bei großen Veranstaltungen wie dem CSD ist es essenziell, dass sich alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer sicher fühlen. Deshalb arbeiten die Organisatoren, die Polizei und die Sicherheitsdienste eng zusammen, um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten. Die Maßnahmen umfassen zum Beispiel Deeskalationstraining für das Sicherheitspersonal, klare Ansprechpartner für Beschwerden, Absperrungen und Kontrollen, Kommunikation über Lautsprecher und Social Media sowie eine sichtbare Polizeipräsenz zur Abschreckung von Übergriffen. Besonders bei den CSD-Paraden geht es darum, ein Zeichen gegen Hass und Gewalt zu setzen. Wir wollen, dass sich alle Menschen frei bewegen können – unabhängig von ihrer sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität. Der Schutz aller Teilnehmenden hat daher oberste Priorität. (Beifall Sophie Koch, SPD) Abschließend möchte ich sagen: Der CSD ist mehr als nur eine Parade. Er ist ein Zeichen der Hoffnung, der Stärke und des Zusammenlebens in Vielfalt. Lasst uns parteiübergreifend weiterhin für eine Gesellschaft kämpfen, in der Liebe und Respekt die Grundlage sind. (Oh-Rufe BÜNDNISGRÜNE) Vielen Dank. (Beifall SPD, BÜNDNISGRÜNE und vereinzelt CDU – Beifall Staatsregierung) Erste Vizepräsidentin Ines Saborowski: Vielen Dank. Es sprach für die CDU-Fraktion Frau Kollegin Kuge. Es folgt für die AfD-Fraktion Frau Abg. Jost.

Alle Reden von Daniela Kuge Protokoll ↗