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Jens Hentschel-Thöricht

BSW 26.06.2025 Sitzungen 8/16

Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! Eigentlich wollte ich eine vorbereitete Rede zur Einbringung dieser Drucksache halten, aber das Thema ist einigen von uns hier wichtig, und wir informieren uns sicherlich. Deshalb konnte ich heute früh meine Rede über den Haufen werfen, weil es eine neue Nachricht gab – zumindest ist sie erst heute bei mir angekommen. Beim Besuch der Landesfeuerwehr- und Katastrophenschutzschule in Nardt wurde mir noch gesagt, dass die Kapazität der Ausbildungsgänge durch die Auslagerung nach Dresden teilweise verbessert werden kann. Nun habe ich heute erfahren, dass die Minderheitsregierung die erforderliche Kostenübernahme gegenüber der Stadt Dresden nicht erklärt hat, nicht gewährleisten will. Diese müsse nun in Nardt stattfinden, was bedeutet, dass mindestens 23 noch geplante Lehrgänge im laufenden Jahr für die Kameraden der freiwilligen Wehren wegfallen. Sie haben richtig gehört: wegfallen. Da stelle ich mir natürlich die Frage, wie das kompensiert werden soll. Wenn ich dann höre, dass die Multiplikatorenlehrgänge ersatzlos gestrichen werden müssen, dann ist das in meinen Augen Irrsinn. Wenn ich die Kameraden auf der Besuchertribüne sehe und weiß, wie viele der Debatte im Stream folgen, dann kann ich mir gar nicht vorstellen, was das gerade für sie bedeutet. Wir alle brauchen gut ausgebildete Feuerwehrleute, egal ob hauptberuflich oder freiwillig. Aber wie soll denn die Qualität unter diesen Bedingungen gewährleistet werden? Das betrifft uns alle, Sie, Herr Ministerpräsident, Herr Innenminister, genauso wie mich. Was Sie hier machen, das ist kein Spiel, das ist ein Brandbeschleuniger für Vertrauensverlust. Deswegen mein eindringlicher Appell an Sie alle, insbesondere an die Abgeordneten der Minderheitsregierung: Seien Sie an dieser Stelle kein Teil des Streichquartetts, sondern entscheiden Sie nach Ihrem Gewissen! Stimmen Sie der Aufstockung bei den Lehr- und Verwaltungskräften in Nardt zu! Danke. (Beifall BSW) Dritter Vizepräsident Prof. Dr. Jörg Scheibe: Wir hörten Herrn Hentschel-Thöricht mit der Einbringung. Gibt es hierzu Aussprachebedarf? – Herr Kuppi an Mikrofon 7.

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