Doreen Schwietzer
Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren! Man musste dieser Tage nur die Zeitung aufschlagen, um zu erkennen, dass der vorliegende Haushaltsentwurf einem Sturm gleicht, der über Sachsen wegfegt und kaum jemanden verschont. Dort liest man: „Sachsens Ministerien auf Sparkurs“, „Sachsen spart soziale Projekte kaputt“ und „Sozialverbände warnen vor langfristigen Folgen“. Die Klinge des Rotstiftes ist diesmal besonders scharf. Wer nun glaubt, das bliebe ohne Folgen, der irrt gewaltig. Diejenigen, die es ohnehin schon schwer haben – Bedürftige an der Tafel, Suchtkranke, Menschen in ärztlich unterversorgten Gegenden, Tierheime, Senioren, Pflegebedürftige, Ehrenamtliche und viele mehr –, sollen auf einmal mit noch weniger auskommen. Die allermeisten davon sind nicht Menschen, die Hilfe beanspruchen, sondern Menschen, die unsere Gesellschaft stützen. Uns wird immer wieder das alte Märchen aufgetischt, das Geld sei nicht da.
