Jörg Dornau
Jetzt gern nicht. (Oh-Rufe) Bis zu 100 000 Vögel werden jedes Jahr von den Rotorblättern geschreddert, außerdem unzählige Fledermäuse, Insekten und die zu schützenden Bienenvölker. (Unruhe im Saal) Bei Menschen können Infraschall und Lärm zu Kopfschmerzen, Schlafstörungen, Bluthochdruck, Atemnot, Schwindel, Tinnitus, Konzentrationsproblemen und psychischen Belastungen führen, um einmal die wichtigsten Folgen zu nennen. Windkraftanlagen erzeugen sogenannte Breitbandgeräusche, da ihre Rotorblätter auf Turbulenzen in der vorbeiströmenden Luft treffen. Breitbandgeräusche werden üblicherweise als rauschendes oder zischendes Geräusch beschrieben. Der Schall der Windkraftanlagen ist im direkten Umfeld hörbar, wobei die Lautstärke stark von der Entfernung der Anlage abhängt – Stichwort: 10H-Regelung. Bei starkem Wind entstehen an der Nabe in 90 bis 130 Meter Höhe – also dort, wo die Rotorblätter angebracht sind – bis zu 105 Dezibel. Das entspricht in etwa der Lautstärke eines startenden Flugzeuges. Es sei bemerkt, dass Sie das Flugzeug nur einige Sekunden wahrnehmen. Den unerträglichen Lärm der WindindustrieTürme haben die Anwohner Tag und Nacht, 24 Stunden an jedem Tag, 7 Tage die Woche, (Zuruf Rico Gebhardt, Die Linke) 365 Tage im Jahr, mindestens 20 Jahre lang. Das ist menschenfeindlich. (Beifall AfD – Zuruf Sören Voigt, CDU) An dieser Stelle erlauben Sie mir, Herr Präsident, einen Vorschlag: Lassen Sie uns doch die nächste Plenarsitzung outdoor machen. Wir nehmen Campingstühle mit und setzen uns zehn Stunden unter ein Windrad. (Zurufe Ina Klemm, CDU, und Rico Gebhardt, Die Linke) Genug geschotterte Fläche auf den Montageplätzen ist vorhanden und jeder kann sich mal persönlich ein Bild von diesem Wahnsinn machen. (Rico Gebhardt, Die Linke: So ein Quatsch! – Zuruf Valentin Lippmann, BÜNDNISGRÜNE – Unruhe im Saal – Prof. Dr. Jörg Scheibe, BSW, steht am Mikrofon.) Zweiter Vizepräsident André Wendt: Gestatten Sie – –
