Ulf Günter Lange
Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren Abgeordnete aller Fraktionen! Ich könnte Sie jetzt mit dem Singen des Steigerliedes beglücken, (Sebastian Wippel, AfD: Danke!) bin mir aber nicht ganz sicher, ob das für alle ein Glücksfall wäre. (Zurufe AfD: Glück auf! Wir singen mit!) Wenn wir aber über das Immaterielle Kulturerbe Sachsens reden, gehört dies explizit dazu, also nicht mein Gesang, sondern das Lied. (Beifall Heiko Gumprecht, AfD – Heiterkeit AfD) – Danke. Es gibt viele Dinge, die für Sachsen identitätsstiftend sind, egal, ob sie offiziell als Kulturgut anerkannt sind oder nicht. All diese Dinge definieren Sachsen als Heimat, als unsere Heimat. Ich bin bekennender und stolzer Erzgebirger. (Beifall BSW, AfD und Matthias Berger, fraktionslos) – Vielen Dank. Deshalb ist die Anerkennung der Erzgebirgischen Handwerkskunst als Immaterielles Kulturerbe eine besondere Freude für mich. Auch alle anderen Traditionen, die man national oder international mit dem Freistaat in Verbindung bringt, erzeugen in mir ein sächsisches Hochgefühl. Die sorbischen Traditionen, die Vielfalt der sächsischen Chöre, die verschiedenen Bräuche, der Musikinstrumentenbau im Vogtland und noch vieles andere sind Dinge, die wir in unserem Herzen tragen sollten und die den Stolz auf unsere sächsische Identität befördern dürfen. (Beifall BSW) Selbst unser Dialekt, der von manchem in einen pseudolustigen Kontext gezwungen wird, ist unser Dialekt. (Jörg Dornau, AfD: Jawohl!) Eigentlich gibt es das Sächsisch gar nicht. Es gibt so viele verschiedene Varianten davon, und das ist großartig genug, als dass man verstehen könnte, dass einige Menschen sich krampfhaft bemühen, ihren sächsischen Dialekt zu verstecken. Ich selbst spreche kein Sächsisch, sondern – zumindest zu Hause – erzgebirgisch. Glauben Sie mir: Das versteht hier keiner, wenn man es in Reinform vorträgt. (Heiko Gumprecht, AfD: Das streite ich ab! –
