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Thomas Thumm

AfD 27.03.2025 Sitzungen 8/11

Schade!) Sie hätten diesem Hohen Hause heute wertvolle Zeit sparen können. Eine Kleine Anfrage hätte es auch getan, doch stattdessen stellen Sie einen Antrag ins Schaufenster, und dieser greift auch noch zu kurz. Warum sage ich das? Sie fordern Wettbewerbsfähigkeit der produzierenden Unternehmen – geschenkt. Vom Fordern ist noch niemand ärmer geworden. Sie verweisen auf Anträge Ihrer Fraktion. Die Staatsregierung hat dazu bereits Stellung genommen und wird es wahrscheinlich auch heute wieder tun. Das heißt: Es kommt von Ihnen nichts Neues. Natürlich unterstützen auch wir als CDU-Fraktion Vereinfachungen und Entlastungen für die Wirtschaft – überall dort, wo sie sinnvoll und notwendig sind. Aber Sie machen es sich wieder einmal zu einfach. Ein Beispiel: Unter dem Deckmantel des Bürokratieabbaus wollen Sie auf der einen Seite Förderprogramme abschaffen, gleichzeitig fordern Sie weitere Förderprogramme. Wie gesagt: Schaufenster, aber nicht mal schön dekoriert. Herr Kollege Schreyer, Sie sprechen von Wettbewerbsfähigkeit. Sie müssen sich fragen lassen: Was verstehen Sie denn unter Wettbewerbsfähigkeit? Ich glaube, die Wahrnehmung geht bei uns etwas auseinander. Ich will mich diesem Thema einmal aus einer anderen Richtung nähern. Wettbewerbsfähigkeit ist aus meiner Perspektive ein komplexes Konzept, das von vielen Faktoren beeinflusst wird, die es mitzudenken gilt. Die Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens kann durch vielfältige Maßnahmen verbessert werden, zum Beispiel – den Bereich Kostensenkung haben wir schon angesprochen – die Senkung von Arbeits- und Fixkosten. Es geht um günstigere Konditionen im Einkauf und im Vertrieb, es geht um die Kontrolle der Einkaufspreise, es geht um die Suche nach Alternativen zu Lieferanten, und es geht um Rabatte. Produktverbesserungen, Entwicklungen innovativer Produkte und Dienstleistungen, Sicherstellung von Qualität, Haltbarkeit und Design, Schaffung von Alleinstellungsmerkmalen, Serviceverbesserungen, schnelle und unkomplizierte Abwicklung von Aufträgen, schnelle Behebung von Fehlern, Angebot des Service auf verschiedenen Plattformen, Digitalisierung, Optimierung von Prozessen, Entwicklung neuer Geschäftsmodelle, Steigerung der Kundenzufriedenheit, flexiblere Reaktionen auf Marktveränderungen. Dazu gibt es weitere Ansätze, wie man Wettbewerbsfähigkeit stärken kann: Innovation und Effizienz. Neue Ideen und Produkte müssen entwickelt und Bestehendes verbessert werden. Innovation muss Politik entsprechend fördern können, durch staatliche Förderprogramme oder auch durch steuerliche Anreize. Bildung. Gut ausgebildete und qualifizierte Arbeitskräfte sind ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Bildungssysteme spielen eine wichtige Rolle bei der Bereitstellung von gut ausgebildeten Fachkräften, und Sachsen bietet eine Vielzahl von Bildungsinitiativen und Einrichtungen, die diese Qualifizierung unterstützen. Ein sächsisches Erfolgsbeispiel ist der Meisterbonus. Internationalisierung. Ausländische Fachkräfte und die Erschließung neuer Märkte im Ausland bieten verschiedenen Unternehmen die Möglichkeit, ihre Wettbewerbsfähigkeit zu steigern. Ein gemeinsamer europäischer Wirtschaftsund Währungsraum hilft dabei. (Mike Moncsek, AfD: Eh!) – Ich weiß, das sehen Sie anders. Zölle wiederum, wie aktuell eingeführt, stehen dem natürlich entgegen. Nachhaltigkeit. Nicht Ihr Lieblingsthema, das weiß ich, aber auch nachhaltiges Wirtschaften wird zunehmend zu einem Wettbewerbsfaktor. (Thomas Thumm, AfD: Nachhaltiges Wirtschaftswachstum!) Unternehmen, die umweltfreundliche Produkte herstellen und ressourcenschonend arbeiten, können sich einen Wettbewerbsvorteil verschaffen. Regionalität. Für Sachsen bedeutet das beispielsweise, dass die Förderung der Gemeinschaftsaufgabe der Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur weiterhin auf hohem Niveau fortgesetzt werden wird. Es gibt weitere Maßnahmen, wie die Professionalisierung des Vertriebs, und auch die Steigerung der Mitarbeiterzufriedenheit spricht für eine Verbesserung der Wirtschaftlichkeit im Unternehmen. (Thomas Thumm, AfD: Oh!) Das zeigt: Nur eine gezielte Strategie und gezielte Maßnahmen können Unternehmen in ihrer Wettbewerbsfähigkeit stärken und gleichzeitig stabile und sichere Arbeitsplätze schaffen. (Beifall CDU –

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