Thomas Thumm
– dazu gehört Mittelbindung. Ich sage es mit den Worten des Ministerpräsidenten: Wir müssen ins Machen kommen. Aber das geht eben nur mit der AfD. Vielen Dank. (Beifall AfD) Erste Vizepräsidentin Ines Saborowski: Es sprach am Rednerpult Herr Abg. Thumm für die AfD-Fraktion. Weiteren Redebedarf kann ich nicht erkennen. Damit ist die dritte Aktuelle Debatte abgeschlossen und der Tagesordnungspunkt beendet. Meine sehr geehrten Damen und Herren, ich rufe auf Staatsregierung Wissenschaft, Kultur und Tourismus: zur Dualen Hochschule Vor einem Jahr ist die gesetzliche Grundlage für eine neunmonatige Übergangsphase in Kraft getreten. In dieser Zeit haben sich die Berufsakademie Sachsen und alle Beteiligten mit großem Engagement auf die Transformation vorbereitet. Dank dieser intensiven Vorarbeit verlief der offizielle Start der Dualen Hochschule Sachsen am 1. Januar 2025 reibungslos. Jetzt gilt es, die Duale Hochschule weiter zu konsolidieren und nachhaltig in den Normalbetrieb zu überführen. Das erfordert große Anstrengung auf allen Ebenen. Konkrete Maßnahmen auf diesem Weg umfassen zum Beispiel die Wahl der Hochschulleitung und die Bildung der akademischen Gremien, die Umstellung des Lehrpersonals auf ein angepasstes Vergütungssystem, die Möglichkeit für Professorinnen und Professoren, eine höhere Besoldung oder eine Verbeamtung zu beantragen, die Integration kooperativer Forschungsaufträge sowie die Option für Absolventinnen und Absolventen der Berufsakademie, Nachgraduierungsanträge zu stellen. Auch auf der Verwaltungsebene sind notwendige Strukturen zu schaffen, um den erweiterten Aufgabenbereich der Hochschule effizient zu bewältigen. Die bislang dezentral organisierte Verwaltung wird deshalb in Dezernate umstrukturiert. Schon im letzten Doppelhaushalt hatte der Sächsische Landtag wichtige Weichen für die Transformation gestellt und damals zusätzliche Stellen geschaffen – 52 Stellen sind das gewesen –, um den Anforderungen einer modernen Hochschule gerecht zu werden. Jetzt stehen weitere essenzielle Schritte an, darunter die Überarbeitung der internen Rechtsvorschriften – insgesamt sind das mehr als 30 Ordnungen, die angepasst werden müssen –, die Übertragung des Wohnheimbetriebs an die Studentenwerke – eine Aufgabe, die nicht einfach ist, wie wir in diesen Tagen sehen –, die Integration der Kassensysteme in die Hauptkasse sowie die bauliche Entwicklungsplanung zur Sicherstellung optimaler Studienbedingungen. All diese Herausforderungen sind anspruchsvoll, aber wir sind zuversichtlich, dass sie mit Engagement und enger Zusammenarbeit erfolgreich bewältigt werden. Sie bilden am Ende des Tages das Fundament für eine stabile und zukunftsfähige Duale Hochschule Sachsen. Ein weiteres Anliegen – das ist zentral – ist die Integration der Hochschule in die Hochschulentwicklungsplanung. Die Duale Hochschule Sachsen hat sich klar zu den Zielen der Hochschulentwicklungsplanung 2025plus bekannt. Um diese ambitionierten Ziele zu erreichen, werden wir eine entsprechende Zielvereinbarung verhandeln. Wir streben an, dass die Studierendenzahl von derzeit rund 4 300 auf 5 000 erhöht wird. Das wird nicht nur die akademische Entwicklung der Hochschule stärken, sondern es wird auch direkt zur wirtschaftlichen Dynamik des Freistaats beitragen. Außerdem bietet die Hochschule eine vielversprechende Plattform für zukunftsweisende Themen. So könnte beispielsweise die vom Bund angestrebte Akademisierung im Bereich der Gesundheitsberufe hier eine besondere Rolle spielen. Einige Studienakademien haben das in den Blick genommen und stellen sich auf entsprechende Angebote ein. Natürlich ist der Erfolg dieser Maßnahmen ganz eng mit einer soliden finanziellen und strukturellen Ausstattung verbunden. Deswegen muss es unser Ziel sein, die Duale Hochschule Sachsen als führenden Anbieter für duale Studiengänge weiter auszubauen und sie als zentrale Institution für die Fachkräfteentwicklung der sächsischen Wirtschaft zu festigen. Meine sehr geehrten Damen und Herren, die Duale Hochschule Sachsen ist auf einem vielversprechenden Weg. Mit den anstehenden Aufgaben und der breiten Unterstützung werden wir gemeinsam dafür sorgen, dass sie als starker Akteur in der akademischen Ausbildung weiterhin erfolgreich wachsen kann. Vielen herzlichen Dank. Erste Vizepräsidentin Ines Saborowski: Vielen Dank, Herr Staatsminister. Nun haben die Fraktionen die Möglichkeit, Fragen zu stellen. Für die Fragestellung ist jeweils eine Minute vorgesehen, für die Antwort 2 Minuten. Diese Zeit darf nicht überschritten werden. Die Reihenfolge: CDU, AfD, BSW, SPD, BÜNDNISGRÜNE, Die Linke und der fraktionslose Abgeordnete, wenn gewollt. Es beginnt die CDU-Fraktion. Bitte schön; Herr Abg. Fritzsche an Mikrofon 4.
