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Henning Homann

SPD 27.03.2025 Sitzungen 8/11

Sehr geehrter Herr Präsident! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Die Automobilindustrie ist die umsatzstärkste Branche in Sachsen. Deshalb ist es richtig, dass wir es immer und immer wieder im Sächsischen Landtag auf die Tagesordnung setzen, so wie es auch heute die Linksfraktion getan hat. Es ist die umsatzstärkste Branche und die Ansiedlung der Automobilindustrie mit VW, BMW, Porsche ist eines der Erfolgsprojekte der Deutschen Einheit. Hier wurde viel Geld investiert und es wurden viele Arbeitsplätze geschaffen. Wenn diese Branche wankt, dann wankt dieses Land. Deshalb ist es wichtig, dass hier etwas passiert. (Zurufe AfD: Das hätte die SPD schon vor Jahren machen sollen!) Meine sehr geehrten Damen und Herren! Hierbei geht es um 95 000 Beschäftigte; nicht nur bei den großen Automobilkonzernen selbst, sondern auch bei den Zulieferbetrieben. Diese Kolleginnen und Kollegen liefern seit Jahrzehnten eine top Qualität. Ihnen ist es zu verdanken, dass Sachsen einer der renommiertesten Automobilstandorte in Europa geworden ist. Deshalb ist es richtig, dass wir diese top Qualität auch von Managerinnen und Managern von VW erwarten. Das bedeutet für Sachsen, dass wir den Anspruch haben, dass alle Werke erhalten werden. Und es ist auch der Anspruch, dass man diesen VW-Konzern mit einer klugen Investitionspolitik zukunftsfähig macht. Zukunft gewinnt man nicht durch das Schließen von Werken, sondern Zukunft gewinnt man durch das Investieren in Standorte und moderne Technologien, meine sehr geehrten Damen und Herren. (Beifall SPD – Zuruf AfD: Verbrennungsmotor!) Das bedeutet auch, dass der Volkswagenkonzern in der Pflicht ist. Volkswagen darf nicht nur ein Name sein. Deshalb ist es richtig und wichtig, dass nächstes Jahr der ID.2 vorgestellt wird, also das erste E-Auto unter 25 000 Euro. Es ist wichtig, dass es weitergeht, Volkswagen muss ein Auto bleiben, dass sich in diesem Land alle Bürgerinnen und Bürger leisten können. Wenn die Frage ist, was unser Beitrag als Politik ist, dann müssen wir klar sagen: Natürlich haben wir Rahmenbedingungen in diesem Land zu setzen, aber das Erste und Wichtigste für uns in Sachsen ist, dass wir ein klares Bekenntnis zur Elektromobilität als der Antriebstechnologie der Zukunft bei Pkws abgeben. Wenn man sich das einmal anschaut, steigt gerade auf der ganzen Welt die Anzahl von Zulassungen: 14,5 Millionen Elektro-Pkw im Jahr 2024. Das sind Wachstumsraten in den letzten drei, vier Jahren zwischen 35 % und 100 %, und die größten Absatzmärkte sind China und USA. Aber gerade in China werden fast ausschließlich Elektroautos gebaut. Wenn wir jetzt aber weiter einseitig auf die Verbrennertechnologie setzen, die ohne Frage in den letzten Jahrzehnten einen entscheidenden Beitrag zu unserem Wohlstand geleistet hat und wofür wir dankbar sein können, dann werden wir in China in Zukunft keine Autos mehr verkaufen. Das wäre eine Katastrophe, auch für den Automobilstandort in Sachsen. Und wenn Sie das wollen, liebe AfD-Fraktion, dass wir in Zukunft in China und den USA keine Autos mehr verkaufen, dann sagen Sie das auch den Kolleginnen und Kollegen in Zwickau! (Beifall SPD und BÜNDNISGRÜNE – Jan-Oliver Zwerg, AfD, steht am Mikrofon.)

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