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Juliane Nagel

Die Linke 26.03.2025 Sitzungen 8/10

Sehr geehrter Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen von den demokratischen Fraktionen! Auch wenn ich gerade eine Aufbruchstimmung wahrnehme: Wir sollten uns doch noch ein wenig Zeit nehmen für ein Thema, das uns – und nicht nur uns, denke ich – wichtig ist. Frauen in Sachsen verdienen 10,5 % weniger als Männer, bei gleicher Qualifikation, gleichem Beruf, gleichen betrieblichen Merkmalen, gleicher Arbeitszeit. Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen von den demokratischen Fraktionen! Dieser sogenannte bereinigte GenderPay-Gap ist eine Ungerechtigkeit, eine Diskriminierung, die durch nichts zu rechtfertigen ist. Am Ende eines Berufslebens gibt es die harte soziale Konsequenz für diese jahrelange, ja jahrzehntelange unfreiwillige Lohnlücke: eine deutlich geringere Rente. Frauen sind trotz langjähriger, jahrzehntelanger Erwerbstätigkeit überproportional von Altersarmut betroffen; wir kennen die Zahlen. Das Problem ist seit Jahren bekannt, auch die Ursachen sind seit Jahren identisch. Ich will sie hier trotzdem kurz skizzieren. Wir haben – erstens – das Thema Arbeitszeit. Frauen übernehmen deutlich mehr Care-Arbeit, betreuen Kinder, pflegen Angehörige, kümmern sich um die Hausarbeit. Sie arbeiten am Tag also nicht weniger als Männer, haben aber leider das Pech, dass ein größerer Teil ihrer Arbeit nicht entlohnt wird. Dadurch bleibt weniger Zeit für bezahlte Erwerbsarbeit; sie sind häufiger in Teilzeit tätig. Dritter Vizepräsident Prof. Dr. Jörg Scheibe: Welchen Ausschuss?

Alle Reden von Juliane Nagel Protokoll ↗