Uta Knebel
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Kollegen! Mein Name ist Uta Knebel. Ich wurde 1965 in Riesa geboren, ich ging dort zur Schule und arbeite seit meinem Studium wieder in Riesa. Ich möchte an dieser Stelle nur daran erinnern: Den Riesaern sind an dem Tag Dinge passiert, die hätten sie sich nicht träumen lassen. Wir haben an dem Tag Beschimpfungen über uns ergehen lassen müssen. Das hat uns – die ganze Bevölkerung – wirklich erschüttert. Was denken Sie, was man damit erreicht? Was ist die Ursache, was ist der Grund, dass es so ist? Weil wir nicht mehr in der Lage sind, miteinander in Ruhe zu reden und unsere Standpunkte auszutauschen. Ich möchte an dieser Stelle darum bitten, dass wir die Bevölkerung, die es ebenso betrifft, an dieser Stelle nicht vergessen und nicht nur über Parteifragen oder über parteipolitische Themen reden. Denkt bitte an die Menschen und denkt daran, welche Verantwortung wir haben! Fangen wir bei uns an! Reden wir vertrauensvoll und respektvoll miteinander, dann wird es das auch in der Bevölkerung stattfinden! Lassen Sie uns bitte die Auseinandersetzung hier austragen und bitte nicht, indem man Straßen zumacht, indem man den Menschen das tägliche Leben nicht mehr gestattet, indem der Arzt nicht mehr zu seinem Patienten kommt, indem man das tägliche Leben unterbindet. (Zuruf AfD: Ja!) Das hat niemand verdient. Es liegt an uns, einen neuen Weg einzuschreiten, und darum bitte ich an dieser Stelle. (Beifall BSW, AfD, und Matthias Berger, fraktionslos) Erste Vizepräsidentin Ines Saborowski: Vielen Dank. Es sprach am Rednerpult Frau Uta Knebel von der BSW-Fraktion. Gibt es weitere Wortmeldungen? – Bitte, Herr Wippel von der AfD-Fraktion.
