Janina Pfau
Sehr geehrter Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Ich freue mich, dass wir heute in einer der ersten Plenarsitzungen auch über Kinder und Jugendliche sprechen. Den Wert von Kindern und Jugendlichen haben doch alle hier im Plenum verstanden. Die Kinder und auch die Familien hatten in den letzten Jahren viel zu ertragen. Es war nicht nur die Coronapandemie, wo sie viele Einschränkungen hatten, sondern es waren auch die gestiegenen Energiepreise, die Familien belastet haben, aber auch die allgemeinen Preissteigerungen. Dazu kommt, dass die Vereine und Initiativen, die sich um Familien und Kinder kümmern, versucht haben, die Pandemiefolgen auszugleichen und jetzt einfach nicht wissen, ob sie ihre Angebote in den nächsten Jahren aufrechterhalten können. Der aktuelle Stand ist, dass viele Träger der Kinder- und Jugendarbeit nicht mehr wissen, wie es im nächsten Jahr überhaupt weitergehen soll. Auf der einen Seite sehen sie gestiegene Bedarfe, beispielsweise hinsichtlich der Schulsozialarbeit, wie schon erwähnt wurde, aber auch bei der offenen Kinder- und Jugendarbeit. Auf der anderen Seite haben wir das Problem, dass die Landkreise klamme Kassen haben und versuchen, jeden Cent einzusparen, um ihre Haushalte genehmigen zu können. Wir hören in den letzten Tagen immer wieder, dass nicht nur die kreisfreien Städte, beispielsweise Dresden, sondern auch unsere Landkreise nicht mehr in der Lage sind, alles zu finanzieren. Hier werden Mittel und Wege gesucht, um beispielsweise durch sinnfreie Besucherstatistiken in Jugendeinrichtungen Angebote einzuschränken oder sie abzuschaffen. Dazu kommt die Ungewissheit – auch das wurde schon erwähnt –, dass noch kein Landeshaushalt beschlossen wurde und man Angst hat – –
