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Andreas Nowak

CDU 12.06.2024 Sitzungen 7/89

Frau Präsidentin! Meine lieben Kolleginnen und Kollegen! Wenn man in Leipzig auf dem Hauptbahnhof durch die Halle geht, dann sieht man dort ein großes Werbebanner hängen, auf dem steht: „EM verbibbsch!“ Das ist mehr als nur ein Werbegag auf Sächsisch, sondern es beschreibt die Stimmung in unserer Stadt: Wir sind verrückt auf Großveranstaltungen, und wenn diese aus dem Sport kommen, dann ist es noch viel besser. Im Februar 2002 saß ich mit noch zwei anderen Kollegen zusammen – der eine ist Dirk Thärichen, heute beim „Konsum“, und der andere Uli Walter, in der Führung von RB Leipzig –, und zwar in einem Drei-Mann-Büro, und wir haben die Olympiabewerbung aus der Taufe gehoben. Und am 12. April 2003 haben wir es dann national gewonnen – gegen alle Widerstände. Das NOK und Teile der Bundesregierung wollten damals nämlich lieber Hamburg als Austragungsort haben. Und wir haben es gewonnen, weil in Leipzig die Menschen hinter dieser Bewerbung standen. Frau Nagel, die EM wird genauso ein Erfolg werden wie die WM 2006 und diese Olympiabewerbung. Das ist gut für unsere Stadt, es wird dort Investitionen geben, und es kommen viele Menschen zu uns, die dann positiv über Leipzig reden werden. (Beifall bei der CDU) Das Sommermärchen ist mir noch in lebhafter Erinnerung, besonders Mexiko und die Niederländer. Die sind zu uns gekommen, haben fett Party gemacht und anschließend noch ihren Müll weggeräumt. Und deswegen freuen wir uns jetzt nicht nur auf Portugal gegen Tschechien und auf Frankreich gegen die Niederlande, sondern eben auch auf Kroatien gegen Italien und auf ein Achtelfinale. Ich persönlich freue mich aus der Erfahrung von 2006 heraus auf die Niederländer und als mentaler Italiener auf die Italiener. In Leipzig gibt es seit über 800 Jahren Gastfreundschaft, begonnen durch die Messe. Und wir sind auch schon immer im Fußball unterwegs: Der DFB wurde in Leipzig gegründet; der VfB wurde erster deutscher Fußballmeister; 1964 ist Chemie Leipzig als der Rest von Leipzig DDRMeister geworden, und zwar gegen die Oberen der SED. Im Jahr 1987 hat Lok Leipzig gegen Girondins Bordeaux gespielt und vor 70 000 Fans im Zentralstadion 6:5 gewonnen. (Vereinzelt Beifall bei der CDU) Anschließend gab es 2006 das WM-Sommermärchen. RB Leipzig spielt seit einigen Jahren stabil in der 1. Liga auf den Champions-League-Plätzen. Und jetzt freuen wir uns auf das nächste große Turnier – wir Leipziger sind heiß wie Frittenfett darauf. Dabei gibt es ganz neue Herausforderungen. Ich war letztens bei Polizeipräsident Demmler, und ich kann sagen, die Polizei ist gut vorbereitet, aber sie hat ganz neue Aufgaben: die Drohnen-Abwehr, die abstrakte Terrorgefahr und auch die asymmetrischen Angriffe. Aber die Leipziger Polizei wird das stemmen. Deswegen an dieser Stelle auch ein Dank an alle Polizisten sowie Fachleute und Helfer, die unsere EM absichern werden. (Vereinzelt Beifall bei der CDU) Viele tausend Besucher werden nach Leipzig kommen, aber vor allem viele Journalisten. Das Medienzentrum dieser EM wird in Leipzig auf der Neuen Messe stehen; dort sitzen übrigens auch die Videoschiedsrichter. Sie alle wohnen in Leipzig, gehen bei uns in Restaurants, werden Geld ausgeben, werden zu Umsätzen beitragen und sie werden anschließend begeistert von unserer Stadt sein und wieder nach Hause fahren, das zu Hause erzählen und hoffentlich auch wiederkommen. Ich glaube, nicht nur mein ehemaliger Kollege Heinz Lehmann – einer der überzeugtesten Europäer, den ich überhaupt kenne – ist genauso begeistert wie wir, dass diese EM in Sachsen stattfindet. (Beifall bei der CDU) „EM verbibbsch“ ist eben mehr als nur ein Marketingspruch. „EM verbibbsch“ wird bei uns gelebt. Herzlich willkommen zu diesem Fußballfest in Leipzig! (Beifall bei der CDU) Erste Vizepräsidentin Andrea Dombois: Gibt es jetzt noch Redebedarf vonseiten der Fraktionen? – Herr Hentschel, bitte.

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