Holger Hentschel
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren Abgeordnete! Heute möchte ich über die Faszination des Sports im Kontext der Europameisterschaft sprechen und dabei einen Bogen von der unvergesslichen WM 2006 in Deutschland bis hin zu den aktuellen Ereignissen spannen. Ein besonderer Aspekt, den ich dabei hervorheben möchte, ist die Sicherheit bei Großveranstaltungen. Die Weltmeisterschaft 2006 wird vielen von uns als Sommermärchen in Erinnerung bleiben. Dieses Turnier hat gezeigt, wie der Fußball Menschen zusammenbringen kann. Fans aus der ganzen Welt kamen nach Deutschland, um ihre Teams zu unterstützen. (Juliane Nagel, DIE LINKE: Aus aller Welt!) Deutschland und speziell wir Sachsen präsentierten uns als guter und herzlicher Gastgeber. Die friedliche und freudige Atmosphäre war beispielhaft. Unsere Gäste reisten mit angenehmen Erinnerungen zurück in ihre Heimat. Wir freuen uns auf die Europameisterschaft und natürlich ganz besonders auf die Teams, auf die Fans, welche in Leipzig spielen bzw. anwesend sein werden. Wir begrüßen die Mannschaften, die Offiziellen und die Fans aus Tschechien, Portugal, Frankreich und den Niederlanden. Zum dritten Gruppenspiel kommen die Italiener und die Kroaten nach Sachsen. Auch das Achtelfinale dürfen wir in Leipzig bestaunen. Wir freuen uns auf den Fußball, auf spannende Spiele und auf hoffentlich viele Tore. Deshalb sagen wir auch von diesem Ort aus: Sie alle sind herzlich willkommen in unserem schönen Freistaat Sachsen. (Beifall bei der AfD) Die Europameisterschaft bietet die einzigartige Gelegenheit, sportliche Höchstleistungen zu erleben und die besten Fußballer in Europa zu feiern. Von der WM 2006 in Deutschland bis heute hat sich viel verändert, aber die Begeisterung für den Sport bleibt ungebrochen. Die Menschen wollen einen Sport, aus dem sich die Politik weitestgehend heraushalten sollte. Ein Stadion ist kein Parteitag und auch kein Ort für Botschaften einer einseitigen politischen Propaganda. Der Sport muss für alle da sein und darf niemanden ausgrenzen, solange man sich an die selbst auferlegten Regeln hält. Die Aufgabe der Politik ist es, dem Sport in all seinen Facetten möglichst gute Bedingungen zu bieten. Es ist ganz klar nicht der Job von Politikern, den Vereinen und Verbänden politische Ratschläge zu erteilen. Ich sage es ganz offen: Die europäischen Fans kommen nicht nach Deutschland, um von der Politik belehrt zu werden. Sie wollen Fußball schauen und ihre Mannschaft unterstützen. Sie wollen aber auch feiern und vielleicht das Land etwas erkunden. Wenn das ungestört und ohne Gefahr für Leib und Leben jedes Einzelnen möglich ist und am Ende alle zufrieden und gesund in ihre Heimatländer zurückkehren, dann war es ein erfolgreiches Turnier. Großveranstaltungen sind immer enorme Herausforderungen für sämtliche Sicherheitsbehörden. Es gehört zur Wahrheit dazu, dass sich die Welt seit 2006 verändert hat. (Rico Gebhardt, DIE LINKE: Aha!) Die Sicherheitslage in Deutschland – Sie wissen es, Herr Gebhardt – ist angespannter. Die Probleme von 2024 waren 2006 noch nicht im Ansatz erkennbar. Wir wissen alle, dass in Deutschland die große Hoffnung besteht, dass diese EM wieder ein Sommermärchen werden könnte. Wir teilen diese Hoffnung. Wir wissen, dass es Tausende sein werden, welche die Sicherheit mit ihrem eigenen Leben garantieren. Diesen Leuten gilt unser uneingeschränkter Respekt und unsere Wertschätzung. (Beifall bei der AfD) Das gilt genauso für die tschechischen Polizisten, die unsere deutsche Polizei unterstützen werden. Mit diesen Worten möchte ich meine erste Rederunde beenden. Vielen Dank. (Beifall bei der AfD –
