Henning Homann
Vielen Dank, Frau Präsidentin. Herr Wendt, Sie haben einige Aspekte des AfD-Rentenkonzepts vorgelegt. Sie haben jedoch einen – wenn nicht sogar den wichtigsten – Punkt weggelassen. Ich glaube, aus guten Gründen. In Ihrem Rentenkonzept sagen Sie sehr klar, dass nur, wer 45 Jahre in die Rentenkasse eingezahlt hat, anschließend abschlagsfrei in Rente gehen kann. Dazu sage ich Ihnen ganz ehrlich: Das ist nichts anderes als eine Rentenkürzung für Millionen von – vor allem zukünftigen – Rentnerinnen und Rentnern in diesem Land. Denn für viele Menschen, die, zum Beispiel, nachdem sie ihr Abitur gemacht haben, (Zuruf von der AfD) eine Ausbildung machen und erst mit Mitte 20 anfangen zu arbeiten, oder andere, die studieren und vielleicht erst mit Ende 20 anfangen zu arbeiten, bedeutet das, dass sie teilweise bis über ein Alter von 70 Jahren hinaus arbeiten müssen. Ich finde, Sie sollten so ehrlich sein, dies den Leuten dort draußen zu sagen, und sich nicht hinter Ihren schönen Worthülsen verstecken. Das AfD-Rentenkonzept bedeutet in der Umsetzung: Die Leute müssen entweder länger arbeiten – bis an die oder über die 70 – oder sie müssen akzeptieren, dass ihnen die Rente gekürzt wird. Das ist die Konsequenz Ihres Rentenkonzepts und das müssen die Leute draußen wissen. (Beifall bei der SPD und den BÜNDNISGRÜNEN) Erste Vizepräsidentin Andrea Dombois: Herr Wendt, bitte.
