Volkmar Winkler
Danke, Frau Präsidentin. Herr Staatsminister, mir geht es heute grundsätzlich um Großansiedlungen. Sie sind mit der Staatskanzlei verantwortlich für diese Großansiedlungen. Mir geht es um die ökonomischen Effekte, die eventuell im ländlichen Raum entstehen. Welche Maßnahmen sieht die Staatskanzlei als möglich und geboten an, um ökonomische Effekte von Großansiedlungen in die Fläche des Freistaates zu bekommen? Dabei spielt die Lausitz genauso eine Rolle wie die anderen nicht urbanen Gebiete. Oliver Schenk, Chef der Staatskanzlei und Staatsminister für Bundesangelegenheiten und Medien: Vielen Dank, Herr Winkler. Wir sehen es überall dort, wo wir – was wir vielleicht sogar gemeinsam als Großansiedlung bezeichnen – Ausstrahleffekte in die Region hinein haben. Wir haben es gerade an den Beispielen Leipzig und Dresden gesehen. Wir sehen, wie diese Investitionen dazu führen, dass sich viele Zulieferer im Umfeld dieser Unternehmen ansiedeln. Das ist etwas, das meistens in den Nachbarlandkreisen und Nachbarkommunen stattfindet. Damit kommt diese Wirtschaftskraft und ein Teil dieser Wertschöpfung ins Land hinein. Wir haben wunderbar am Beispiel des Leipziger Flughafens gesehen, wie sich dort herum viele weitere Unternehmen angesiedelt haben, um die Chancen dieses Flughafens und die Logistiknähe zu nutzen. Es gibt beispielsweise im Pharmabereich interessante und spannende Entwicklungen. Es gibt eine vielversprechende und interessante Entwicklung, die das Thema von Radiopharmazie betrifft. Wir haben hier in Dresden-Rossendorf einen starken Standort. Diese Güter sind zeitkritisch und müssen sehr schnell transportiert werden. Das sind Dinge, bei denen man merkt, dass eine solche Infrastruktur, wie ein Flughafen, im Zusammenspiel mit Forschungseinrichtungen super attraktiv ist, sich in einer Region anzusiedeln, weil sie wissen, dass sie sowohl das wissenschaftliche Know-how, Produktionsmöglichkeiten und die Ablieferungsmöglichkeiten über einen solchen attraktiven Flughafen haben. Ich finde, man merkt in unserem Freistaat gut, dass man in den etwas abseits von den Zentren gelegenen Regionen, in denen viele dieser Großansiedlungen stattgefunden haben, heute feststellt, wie dort Wirtschaftskraft durch Entscheidungen entsteht, die oft einige Jahre zurückliegen. Denken Sie an die Entscheidungen von BMW oder Anfänge der Mikroelektronik. Heute werden bewusst Standortentscheidungen in diesen Regionen getroffen, weil sie sagen, es gibt dort diese Großansiedlungen, die dazu beitragen, dass wir als Zulieferer und als Abnehmer in welcher Form auch immer mit eingebunden sind. Dritte Vizepräsidentin Luise Neuhaus-Wartenberg: Danke schön. Jetzt für die CDU an Mikrofon 5 Herr Kollege Hippold, bitte.
