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Holger Hentschel

AfD 01.02.2024 Sitzungen 7/83

Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Kollegen Abgeordnete! Es ist mir eine große Freude, heute vor Ihnen zu stehen und über ein Thema zu sprechen, das für viele Menschen in diesem Land einen festen Bestandteil des Alltags ausmacht. Sport hat eine einzigartige Fähigkeit, Menschen zu verbinden, Gemeinschaften zu stärken und positive Veränderung in unserem Leben zu bewirken. Dies gilt sowohl im Breitensport als auch im Spitzensport. Beide Arten des Sports sind unterschiedliche Seiten derselben Medaille; sie bedingen einander. Sachsen ist Sportland. Inmitten einer Region, reich an Geschichte, Kultur und Natur, ist Sachsen ein wahrhaftiges Sportland. Hier, wo die Landschaften von den sanften Hügeln des Erzgebirges bis zu den malerischen Landschaften der Elbe reichen, hat der Sport eine ganz besondere Bedeutung erlangt. Die sächsische Identität spiegelt sich nicht nur in der Architektur und Kunst wider, sondern auch in den zahlreichen Sportstätten, Vereinen und der lebendigen sportlichen Tradition. Ob Fußball, Handball, Leichtathletik oder Wintersport – Sachsen hat eine breite Palette an Sportarten zu bieten, die von Menschen jeden Alters mit Leidenschaft und Engagement ausgeübt werden. Die Schönheit des Sports in Sachsen liegt nicht nur an den Wettkämpfen, sondern auch an den Gemeinschaften, die er schafft. In den Sportvereinen werden nicht nur Siege gefeiert, sondern auch Freundschaften geschlossen, Teamgeist entwickelt und Werte vermittelt. Die Sportlandschaft Sachsens ist geprägt von Ehrenamtlichen, Trainern und Unterstützern, die mit Herzblut dazu beitragen, dass der Sport hier blüht. In Sachsen gibt es mehr als 650 000 Sportfreunde, die in über 4 000 Vereinen ihrer Leidenschaft nachgehen. In mehr als 100 Sportarten und Disziplinen ist sicherlich für jeden etwas dabei. Hinzu kommen über 76 000 Ehrenamtler mit fast 15 Millionen Stunden unentgeltlicher Arbeit für das Gemeinwesen. Nicht dabei mitgezählt sind die Vorstände, die Abteilungsleiter, die Kassenprüfer oder sonstige Helfer. Jedem von ihnen gebührt Dank und Anerkennung. Der Erfolg gibt unseren Sportlern recht: Seien es olympische Medaillen oder prestigeträchtige Siege von Vereinen in nationalen wie internationalen Wettbewerben, seien es Siege vom eigenen Team gegen die Nachbargemeinde oder Siege bei Schulsportfesten – wir alle können stolz auf jede dieser Leistungen sein. Doch wo Licht ist, da ist auch Schatten. Auch im Bereich Sport ist nicht alles Gold, was glänzt. Ein Blick in die Vergangenheit zeigt Folgendes: Der Investitionsstau im Sport ist ein echtes Thema. In vielen Bereichen sind Investitionen in die Sportinfrastruktur überfällig – seien es Investitionen in Sportstätten, Trainings- oder Sanitäranlagen oder sonstige sportliche Einrichtungen. Die Kosten für den potenziellen Heizungshammer möchte ich nur am Rande erwähnen. Sicherlich: Die Kommunen und das Land investieren bereits in vielen Bereichen; dennoch muss mehr passieren, will man den Investitionsstau abbauen. Ein wesentlicher Kritikpunkt meiner Fraktion der vergangenen Jahre war der sportpolitische Umgang mit Corona. Während der Coronakrise war Sport entweder gar nicht möglich, oder er wurde durch mehr oder weniger sinnhafte Regelungen sehr stark eingeschränkt. Dabei liegt die Betonung auf „eher wenig sinnhafte“ Einschränkungen. Gleiches gilt für den Schulsport und besonders das Schulschwimmen. Die Folgen dieser Politik sind noch heute erkennbar. Dies ist im Grunde fatal, da gerade Sport ein Teil der Lösung im Sinne einer erfolgreichen Coronapolitik sein sollte. In der nächsten Runde spreche ich über den sportpolitischen Ausblick in Sachsen. Vielen Dank. (Beifall bei der AfD)

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