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André Barth

AfD 21.09.2023 Sitzungen 7/77

Bitte, Herr Minister!) Das möchte ich jetzt nicht dem Kollegen zuhalten. Genau! Ich habe es gerade noch – – Ich wollte nur die Richtung – – Bitte ich Sie persönlich. (Zuruf von den LINKEN) Wir haben viele Ideen, die aus dem Landesverband kommen: Projekte zur Artenvielfalt, auch das ganze Problem Pflanzenschutzmittel, wie man dort runterkommt, ganz viele Eigeninitiativen, ein grünes Klassenzimmer, was dort ausgerichtet wird, und er ist vor allem auch ein ganz treuer Partner für alle Feste, die wir als Freistaat Sachsen veranstalten und bei denen wir zu ganz engem Austausch mit den Menschen kommen. Die Kleingärtner und die Art, wie sie seit über 150 Jahren organisiert sind, sind ein ganz stabiler Anker unserer Gesellschaft hier im Freistaat Sachsen. Dafür will ich allen herzlich Danke an dieser Stelle sagen. Ich sehe auch, welche Herausforderungen dort vorhanden sind, gerade für viele; denn es steckt unglaublich viel Ehrenamt darin, auch für so einen Verband, so einen Kleingartenverein. Wir haben schon gehört, wie viele es im Land sind: 3 500 Kleingartenvereine. Sie müssen sich mal vorstellen, wie viele Vorstände das sind, wie viel Ehrenamtsstunden dort drinstecken und was die alles zu bereden haben – die einzelnen Pachtverträge mit den einzelnen Leuten. Das ist sehr ganz viel Bürokratie. Die würden oft lieber draußen in der Sonne gärtnern, anstatt das zu machen. Dafür ganz herzlichen Dank an dieser Stelle. (Beifall bei den BÜNDNISGRÜNEN und den LINKEN) Ich hatte schon ein paar Aspekte für die Kleingärten angesprochen, wie wir fördern, um dort mehr Lebensqualität zu bekommen. Wir fördern natürlich Grün und Gartenbau auch in den Städten. Auch das ist ein ganz wichtiger Punkt grüner Infrastruktur; gerade in Zeiten des Klimawandels ist er immer wichtiger: Abkühlung in den Städten, für Orte für Biodiversität. Deshalb haben wir dieses Jahr die Förderrichtlinie „Stadtgrün“ für biodiversitätsfördernde grüne Infrastrukturen aufgelegt, mit der wir jetzt die Möglichkeit haben, dass gemeinnützige Organisationen, Religionsgemeinschaften, aber vor allem die Kommunen, kommunalen Unternehmen dort auch Förderanträge stellen. Es geht dabei um solche Fragen, wie die Anlage, um die Aufwertung, Vernetzung von Grün- und Freiflächen, auch bodengebundene, Fassadenbegrünung, extensive Dachbegrünung. Aber auch vor dieser Förderrichtlinie haben wir schon einiges auf die Beine gestellt, zum Beispiel unsere Förderrichtlinie BesIn, Bildungs- und Modellprojekt etwa im Kleingartenwesen gefördert und Urban Gardening zum Wiederaufleben alter Gemüsesorten im Gartenbau und Ökolandbau, zur Unterstützung der Verbands- und Netzwerkarbeit. Wir hatten aus der Mehrwertinitiative „Nachhaltig aus der Krise“ mehrere Projekte zu regionalen Saatund Pflanzgutprodukten, übergreifende Projekte zur Gewinnung von Nachwuchskräften für die grünen Berufe. Das Berufsbildungswerk des Sächsischen Garten-, Landschafts- und Wasserbaus unterstützt allein 15 Maßnahmen zum Stadtgrün. Also, mehrere Millionen Euro sind dort in einzelne Projekte geflossen. Wir bekennen uns auch ganz stark – jetzt sind wir beim Garten- und Landschaftsbau – zu unseren Landesgartenschauen, die alle drei Jahre stattfinden und die letztes Jahr in Torgau wieder gezeigt haben, wie leistungsfähig unsere GaLa-Betriebe sind. Sie haben aber auch gezeigt, wie man über Garten-Landschaftsbau Städte nachhaltig aufwerten kann, dort also Lebensräume schafft, die etwa im ländlichen Raum für eine Stadt wie Torgau einfach ein solches Plus an Lebensqualität bringt. Sie sind auch ein großer Baustein in der Frage, wie man Bevölkerung dort im Raum hält, wie man die Unternehmen, die dort ja alle nach Arbeitskräften suchen, dabei unterstützen kann. Und wir werden die Erfolgsgeschichte fortsetzen: 2026 Aue-Bad Schlema. Jetzt läuft gerade die Bewerbung für die danach folgende Landesgartenschau 2029. Ich bin auch dort auf die Beiträge gespannt. Um es noch einmal auszusprechen: So eine Landesgartenschau zieht im Schnitt immer 400 000 Besucherinnen und Besucher an, auch in der Stadt – das ist ein ganz wichtiger Faktor –, die sich dann alle mit Garten und Landwirtschaft, mit Gärtnern auseinandersetzen und vor allen Dingen auch diese Städte kennenlernen. Also, es ist eine Riesenerfolgsgeschichte. Alles das, was in der Vergangenheit gut funktioniert hat, muss man in der Zukunft fortführen. Wir haben dort Herausforderungen, zum Beispiel was die Vorbereitungszeiten für die Städte etwa anbelangt, wie wir noch viel mehr die Fragen von Wasserrückhalt zusammen einbauen. Dafür gibt es noch sehr viele Vorschläge aus der Branche, auf die wir gerne eingehen. Ich sehe schon: Meine Zeit ist abgelaufen. Aber ich überziehe heute gerne, wenn es um Garten- und Landschaftsbau geht. Ich freue mich auch über die Bewerbung der Stadt Dresden zur BuGa. – Ja, mein Zug ist jetzt eh weg. (Heiterkeit bei den BÜNDNISGRÜNEN, den LINKEN und der SPD) Ich möchte noch darauf hinweisen, dass neben dem – ich habe schon den Verband der Kleingärtner angesprochen – wir eine gute Zusammenarbeit mit dem Verband des Garten-, Landschafts- und Sportplatzbaus in Sachsen haben, (Zuruf von den LINKEN – Heiterkeit der Abg. Rico Gebhardt und Marco Böhme, DIE LINKE) ohne die wir die Landesgartenschauen gar nicht anders ausrichten können, und die vielen anderen Formate, auch die Fördergesellschaft der LaGa. Wir haben den Bund der Deutschen Baumschulen, Landesverband Sachsen; wir haben noch ein weiteres Programm – „Apfelbäumchen für jede Schule“ – aufgelegt. Wir haben es geschafft, in Kooperation mit dem DVL zum Ausdruck zu bringen, dass es unsere regionalen Baumschulen sind, die dort liefern, und auch, dass wir das wieder stärken und ins Bewusstsein bringen können. Ich bin für die Zusammenarbeit zwischen dem Bund Deutscher Landschaftsarchitekten und dem Deutschen Verband für Landschaftspflege dankbar, die das unterstützen. Also, wir haben hier ganz, ganz viele starke Partner. Ich möchte noch einmal sagen: Wir haben nicht nur die meisten Kleingärten; auch Deutschlands beste Landschaftsgärtner kommen aus Sachsen! Jetzt, ganz aktuell haben die jungen Leute – noch nicht mal Anfang 20 – Anton Schimeck und Theo Kleinstäuber von der Pomosus GaLaBau in Dresden den nationalen Wettbewerb um den besten deutschen Landschaftsgärtner gewonnen; das ist ein bundesweiter Wettbewerb. Es ist das dritte Mal in vier Jahren, dass Sachsen dort den ersten Platz belegt. Ich glaube, dafür kann man auch noch mal einen Beifall aufbringen: Sachsens Landschaftsgärtner sind die Besten in Deutschland – (Beifall bei den BÜNDNISGRÜNEN) bis hin zu den World-Skills, bei denen sie 2022 den vierten Platz bei den Weltmeisterschaften belegt haben. Das ist auch ein Beleg dafür, wie gut die Ausbildung bei uns stattfindet. Deshalb auch ein Dank an diese Betriebe. Es ist uns gelungen, so schwierig das überall ist, Nachwuchs zu finden: Jährlich bilden wir hier 160 bis 180 Gärtner-Azubis aus. Also auch das ist eine Erfolgsgeschichte. Die kommt aber nicht immer von alleine; in ihr steckt viel Arbeit. Dafür brauchen wir weiterhin viel Unterstützung, damit es so bleibt. Vielen Dank. (Beifall bei den BÜNDNISGRÜNEN, den LINKEN, der SPD und des Abg. Georg-Ludwig von Breitenbuch, CDU) Erste Vizepräsidentin Andrea Dombois: So, meine Damen und Herren, der Minister hat seine Redezeit überzogen, und damit haben Sie auf Antrag Ihrer Fraktionen noch 5 Minuten Redezeit zusätzlich. (Jörg Urban, AfD, meldet sich.) – Gut. Beantragt noch jemand das Wort? – Dann beginne ich jetzt mit der CDU, damit wir in der Reihenfolge bleiben. Herr von Breitenbuch, bitte.

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