Ronald Pohle
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Ich hätte jetzt diese Debatte nicht noch einmal qualifizieren wollen, aber ich muss das glattziehen. Wenn mich meine Vorredner dazu auffordern, dann muss ich noch einmal etwas dazu sagen. Im Zusammenhang mit dem, was die Präsidentin gerade gesagt hat: Herr Wippel, Ihren Redebeitrag haben Sie mit offener Hose gehalten. (Lachen und Beifall bei den LINKEN, den BÜNDNISGRÜNEN und der SPD) Wenn Sie inhaltlich dazu gesprochen hätten, wäre das dem Hause angemessener gewesen. Sie müssen sich selbst die Frage stellen, ob das Thema des Antrages „Linker Gewalt, Hass und Hetze wirkungsvoll entgegentreten!“ nicht vielleicht besser geheißen hätte „Extremistischer Gewalt, Hass und Hetze wirkungsvoll entgegentreten!“. Aber das Debattenthema können Sie natürlich festlegen. Zunächst komme ich zu meinem jungen Kollegen Pallas. (Heiterkeit bei der SPD) Sie sagen, dass weder die AfD noch die CDU in Connewitz gewesen seien. Sie sind jetzt einmal in Leipzig-Connewitz gewesen. Nehmen Sie bitte zur Kenntnis – deshalb sage ich „junger Kollege“; Sie sind ein bisschen jünger als ich –, dass ich im Haus dafür bekannt bin, dass ich regelmäßig in Leipzig an den Brennpunkten unterwegs bin, natürlich auch in Connewitz. Mittlerweile bin ich dort bekannt. Ich gehe natürlich nicht unangekündigt dorthin. (Zurufe von den LINKEN) Aber ich gehe davon aus, dass ich, wenn ich unbedingt einmal nach Connewitz will – ich kann auch gelegentlich Frau Nagel fragen, ob ich das darf –, unfallfrei wieder herauskomme. (Zuruf der Abg. Juliane Nagel, DIE LINKE) – Frau Nagel, das war kein Angriff auf Sie. Herr Pallas hatte mir nur unterstellt, wir hätten irgendwelche Berührungsängste mit Connewitz. Das kann ich doch als Leipziger so nicht stehen lassen. (Rico Gebhardt, DIE LINKE: Das stimmt!) Frau Nagel, reagieren Sie doch nicht immer so reflexartig. (Beifall bei der CDU) Ich spreche für meine Fraktion. Die CDU geht auch in Leipzig an alle Brennpunkte und ist an allen Brennpunkten präsent. Das ist kein Copyright der SPD auch nicht von Ihnen, Herr Pallas. (Rico Gebhardt, DIE LINKE: In Connewitz ist jeder willkommen, nur Nazis nicht! –
