Jörg Dornau
Herr Präsident! Sehr geehrte Abgeordnete! Herr Staatsminister, seien Sie froh, dass Sie Minister in Sachsen und nicht in Polen sind. (Sören Voigt, CDU: Was denn nun? – Staatsminister Wolfram Günther: Vielleicht passiert ja noch was im Laufe der Rede!) Beides, bedingungslose Solidarität mit der Ukraine und Rücksichtnahme und somit Schutz für unsere Landwirte, geht nicht gleichzeitig. (Rico Gebhardt, DIE LINKE: Aha!) Ich habe ein ungutes Gefühl, wenn ich die Jubelmeldungen aus Brüssel über den EU-Kandidatenstatus der Ukraine vernehme. (Valentin Lippmann, BÜNDNISGRÜNE: Weil Sie ja wollen, dass die Ukraine vernichtet wird!) Da muss man sich wirklich fragen: Sind die Eurokraten denn von allen guten Geistern verlassen? Mit Verlaub, Herr Ministerpräsident Kretschmer – leider ist er nicht da –, Ihre Kommissionspräsidentin von der Leyen nennt es: „Wir wollen, dass Sie mit uns den europäischen Traum leben.“ Dieser schöne Traum der EU-Bürokraten dürfte für unsere Landwirte eher ein Alptraum werden, denn neben den – – (Staatsminister Wolfram Günther: Deutschland hat 6 Milliarden europäische Agrarförderung bekommen, 300 Millionen gingen nach Sachsen!) – Wer zahlt denn in den Topf ein? (Staatsminister Wolfram Günther: Sie nicht!) – Na, Sie oder was? (Staatsministers Wolfram Günther: Der Freistaat Sachsen ist nun mal Nettoempfänger!) Zweiter Vizepräsident André Wendt: Bitte keine Zwiegespräche! Kollege Dornau, fahren Sie bitte fort! (Staatsminister Wolfram Günther: Nehmen Sie es mir nicht übel, das ist solcher Schwachsinn, den Sie hier erzählen! Sachsen ist Nettoempfänger! – Unruhe im Saal – Glocke des Präsidenten)
