Jörg Dornau
Herr Präsident! Werte Abgeordnete! Es war schon interessant, Herr Kollege Breitenbuch, dass man Weizenkörner mit spanischen Wassermelonen vergleicht. Der Ausblick in die Getreidebörse, die MATIF – für mich war das nicht neu, für einige interessant. Angebot und Nachfrage regulieren die Märkte, und das Angebot aus der Ukraine ist eben vorhanden. Natürlich kann man nicht Melonen mit Weizen vergleichen, man muss Weizen mit Weizen vergleichen; und zwar dem Weizen, der nach ähnlichen Standards produziert ist. Glauben Sie denn, dass irgendein Land oder ein Hersteller in Deutschland, in Europa ein Auto verkaufen kann, das nicht nach Euro 5 oder Euro 6 produziert ist? Das kommt hier gar nicht rein. Doch bei Lebensmitteln – auch bei Futtermitteln; das ist ein ähnliches Thema – macht man viele Augen zu. (Zuruf der Abg. Antonia Mertsching, DIE LINKE) Zu Ihnen, Herr Zschocke: Dass Sie soeben festgestellt haben, dass die Welt Nahrungsmittel braucht, dass wir einen Bedarf an Getreideproduktion haben, finde ich erst einmal gut. Das ist ein guter Denkschritt in die richtige Richtung. Aus Ihrer Sicht muss das Getreide dann aus der Ukraine kommen, während gerade Sie und Ihre Partei unsere deutschen, unsere sächsischen Bauern immer mehr knechten und mit Verboten zuhauen, die roten Gebiete ausweisen, wo Düngemittel reduziert werden müssen – völlig willkürlich – und man die Zwangsstilllegung der Ackerflächen wieder propagiert. (Beifall bei der AfD) Das ist Ihre zwiespältige Aussage. (Rico Gebhardt, DIE LINKE: Haben Sie sich gerade beklagt über die Qualität?) Meine Damen und Herren! Solidarisch ist man dann, wenn es andere bezahlen. Oder bezahlen Regierungspolitiker Mindereinnahmen unserer Landwirte aus ihrer Tasche? – Nein, Herr Günther. (Georg-Ludwig von Breitenbuch, CDU: Tief!) Ihr Geld ist Monat für Monat in voller Höhe und pünktlich auf Ihrem Konto. (Rico Gebhardt, DIE LINKE: Wie bei Ihnen auch!) – Auch mein Geld ist auf dem Konto. (Rico Gebhardt, DIE LINKE: Na, sehen Sie!) Selbst, wenn Sie (Rico Gebhardt, DIE LINKE: Selbst, wenn Sie hier nur Unsinn erzählen!) oder ich einen ganzen Monat nichts dafür tun würden. So ist es. Auch wenn der Weizenpreis auf null Euro sinkt – das Geld ist bei uns auf dem Konto. (Lachen des Staatsministers Wolfram Günther –
