Gerhard Liebscher
Danke schön. Herr Staatsminister, Sie haben vorhin schon ausgeführt: Sachsen ist Bergbauland. Wie sieht es mit der Datenlage der Rohstoffvorkommen in Sachsen aus, auch im europäischen Vergleich? Wer erstellt die, und welche Rolle spielt der Freistaat da dabei? Martin Dulig, Staatsminister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr: Darin ist Sachsen sehr führend; denn wir haben sehr zeitig damit begonnen, die Rohstoffdaten zu sammeln. Ich habe vorhin 500 Jahre gesagt, dabei habe ich vor allem an die industrielle Nutzung gedacht. Der Bergbau in Sachsen ist mindestens 850 Jahre alt. Dementsprechend haben wir gemeinsam – das OBA und das LfULG – im Rahmen von verschiedenen Projekten – das nennt sich ROHSA – die Daten seit dem Jahr 2013 von Unternehmen aus ganz verstreuten Archiven gesammelt, Schritt für Schritt digitalisiert und damit öffentlich verfügbar gemacht. Das betrifft vor allem die sächsischen Lagerstätten. Der Bund hat eine ähnliche Struktur. Für den Bund erhebt das die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe in Koordination mit den staatlichen geologischen Diensten der Länder. Da kann man vergleichen, wie die Qualität der Datengrundlage ist. Wenn man sich das anschaut, sticht die sächsische Datengrundlage aufgrund der sehr intensiven Daten, die wir haben, der guten Aufbereitung und der relativ zeitigen Bearbeitung der Daten deutschlandweit und auch in Europa in Bezug auf Quantität und Qualität deutlich heraus. Von daher sind wir auf einem guten Weg, und Sachsen ist da Vorreiter. Erste Vizepräsidentin Andrea Dombois: Die SPD? – Keine Fragen mehr. Dann beginnen wir wieder mit der CDU. Herr Abg. Dietrich.
