Eric Dietrich
Herr Minister, die beste Strategie nützt nichts, wenn sie keiner kennt. Ich habe die Onlinepräsenz zur Kenntnis genommen. Wie ist außerdem angedacht, diese Strategie publik und bekannter zu machen, damit sie entsprechend Wirkung zeigt? Martin Dulig, Staatsminister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr: Indem alle dabei helfen, dieses Rohstoffland Sachsen zu zeigen. Wir brauchen unser Licht nicht unter den Scheffel zu stellen; denn es ist nicht so, dass wir nach Berlin gefahren sind, sondern Staatssekretärin Brantner, das Bundesumweltamt ist nach Sachsen gekommen. Ursula von der Leyen hat sich auf der gemeinsamen Kabinettssitzung in Brüssel dafür interessiert. Das heißt: Wir müssen das, was wir haben, trotzdem stärker mit einbringen. Von daher darf man sich nicht nur darauf ausruhen, dass man Sachsen bereits irgendwie auf der Karte hat. Ich hatte das Beispiel mit Schweden gebracht: Schweden macht großes Marketing und vielleicht sind wir dabei manchmal zu bescheiden, weil wir sagen, es ist selbstverständlich, dass wir Rohstoffland sind. Trotzdem dürfen wir nicht drum herumreden, wir dürfen es nicht verniedlichen – das sind auch Konflikte. Immer, wenn es um Rohstoffabbau geht, bekommt man nicht nur Beifall, da es immer auch ein Eingriff ist. Von daher werbe ich sehr dafür – wenn wir als Industrieland Sachsen wahrgenommen werden und die Transformation als Industrieland erfolgreich gestalten wollen –, dass wir konsequent vom Rohstoff her denken. Der alte Spruch „Alles kommt vom Bergwerk her“, ist nicht Folklore, es ist tatsächlich die Basis dafür. Ja, wir sind in Fachkreisen bekannt. Uns hilft es aber auch, wenn wir genau das, was typisch für Sachsen ist, stärker öffentlich diskutieren. Ich denke, das ist eine Herausforderung; denn wenn die Leute nicht mehr unterscheiden können, was notwendig ist, um Wohlstand zu erarbeiten, dann haben wir es schwer, dafür Akzeptanz zu finden. Deshalb ist Akzeptanz- und Öffentlichkeitsarbeit so wichtig, um diese Rohstoffstrategie bekanntzumachen. Erste Vizepräsidentin Andrea Dombois: Für die AfDFraktion Herr Peschel.
