Volkmar Winkler
Danke, Frau Präsidentin. Sehr geehrter Herr Staatsminister, im Prinzip ist die Frage schon stückweise beantwortet, dennoch ganz konkret: Das zentrale Ziel der europäischen Rohstoffstrategie ist, die Abhängigkeit von Drittstaaten zu reduzieren. Welche Potenziale sieht die Staatsregierung für den zukünftigen wirtschaftlichen Abbau von Rohstoffen in Sachsen? Martin Dulig, Staatsminister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr: Es stellt sich zum Teil bereits jetzt als wirtschaftlicher dar; denn dort, wo Sie keine bzw. geringere Wegekosten haben, spielt das eine entscheidende Rolle. Sie müssen schauen, wo Sie bereits über Massenrohstoffe verfügen. Wenn Sie sich Sachsen anschauen, haben wir Lagerstätten für Kies, Sand, Schotter, Kaolin und Ton. Hierbei ist der Eigenabbau immer preiswerter und wirtschaftlicher als der Import. Wir haben aber auch Hochtechnologie-Rohstoffe. Anfang des Jahres gab es die Meldung, dass in Nordschweden eine große Lagerstätte gefunden wurde. Das wurde groß gefeiert. An dieser Stelle möchte ich sagen: Die Vorkommen Seltener Erden in Sachsen sind größer als die in Schweden. Von daher war das gutes Marketing. Das ist eine Ressource, ein wirklich großes Potenzial, das wir haben, und wiederum ein Vorteil des Freistaates Sachsen – weil Kollege Dietrich nachgefragt hatte, was die Gelingensbedingungen sind. Da der Freistaat Sachsen mit die längste Bergbautradition hat, haben wir auch die kompetentesten Verwaltungsstrukturen; denn – wie bereits gesagt – Bergrecht ist äußerst komplex. Dort eine wirklich gute Verwaltungsstruktur zu haben – das betrifft sowohl das Oberbergamt als auch das LfULG –, hilft, schnell und wettbewerbsfähig zu sein. Das spielt eine große Rolle; denn wenn ich sage, Seltene Erden oder das, was an Hochtechnologierohstoffen benötigt wird, dann reden wir über Fluor, Kaolin oder Dolomitmarmor. Wir sprechen über Zinn, Blei oder Buntmetalle, die wir in Sachsen haben. Deshalb: Ja, ich sehe hierin ein Potenzial, auch für einen wirtschaftlich konkurrenzfähigen Abbau der verschiedensten Rohstoffe im Freistaat Sachsen. Erste Vizepräsidentin Andrea Dombois: Die CDU-Fraktion, bitte.
