Frank Schaufel
Sicher gibt es dafür Ursachen, aber dass wir statistisch mehr Plätze haben, dem möchte ich entschieden widersprechen. Der Beruf wird immer weiblicher. Das hängt mit dem Numerus clausus zusammen. Mit Verlaub, Sie sind eine Frau, es ist halt immer noch so, dass die Frauen die Kinder bekommen. Gewisse Ausfallzeiten muss man einkalkulieren. Daher kommt manchmal der Wunsch und das Recht, verkürzt zu arbeiten. Aber das ist ein anderes Thema. Ich setze nun fort. Auch Fachgremien haben mehr Studienplätze gefordert. Dennoch haben wir bis heute keine den Bedarf deckenden Medizinstudienplätze in Sachsen und in Deutschland. Die Mediziner aus dem Ausland zu holen, soll es dann wieder richten, Frau Schaper. Das kann aber nach unserer Ansicht nicht die Lösung sein. Erstens fehlen die Ärzte dann in den Herkunftsländern, wie zum Beispiel die Corona-Situation in Tschechien eindrucksvoll zeigte, und zweitens haben Patienten und Kollegen – das darf man auch nicht vergessen – oft das Sprachproblem, wenn nicht mehrere. Zum Schluss fordere ich Sie auf: Bekämpfen Sie die Ursachen für den Reformstau! Erste Vizepräsidentin Andrea Dombois: Gestatten Sie noch eine Zwischenfrage, bevor die Zeit abgelaufen ist? –
