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Ingo Flemming

CDU 26.04.2023 Sitzungen 7/69

Es ist volkswirtschaftlich sinnvoll, aus der fossilen Energiewirtschaft herauszukommen. Ich plädiere auch nicht für das unendliche Verwenden fossiler Energien. Ich gebe Ihnen bei dem, was Sie vorhin gesagt haben, im Grunde recht. Aber in Ihren Aussagen gibt es ein paar Unschärfen. Es muss wirtschaftlich und bezahlbar sein. Im Moment ist das nicht absehbar. Die Prognose der Energiekosten, die Sie abgeben, ist eine Wette auf sehr unsichere Sachverhalte in der Zukunft. Man kann auch auf die Idee kommen, dass durch das massive Umsteigen auf alternative Energien fossile Energien nicht mehr gebraucht und gekauft werden. Das könnte die Preise auch nach unten bewegen. (Marco Böhme, DIE LINKE: Das glauben aber nur Sie!) – Ich habe gesagt: „könnte“. Aber jetzt allen zu suggerieren, dass Gas und Öl im Jahr 2030 nicht mehr bezahlbar wären, ist aus meiner Sicht Unsinn. (Rico Gebhardt, DIE LINKE: Na ja!) Ich fahre mit meiner Rede fort. Herr Dr. Gerber, ein paar Wahrheiten müssen auch Sie anerkennen. Wenn Sie sagen, dass wir die Einzigen sind, die ignorieren, dass der Rest der Welt auf Elektromobilität setzt, dann ist das Unsinn. Die Chinesen setzen massiv auf Elektromobilität, ja. Beim Rest Asiens sieht das ganz anders aus. Die Japaner haben sich noch nicht entschieden. Bei den Amerikanern ist ein Tesla auf der Straße ein ganz seltenes Bild. Die Südamerikaner setzen massiv auf EFuels, insbesondere Ethanol. Ihre Aussage stimmt also so gar nicht. Wir sind beim Thema Elektromobilität mit vorn dran. Gut, die Skandinavier sind weiter, das mag sein. Aber Ihre Aussage, dass wir dem Rest der Welt hinterherhetzen, stimmt nicht. Umgekehrt ist es. (Beifall bei der CDU) Energiewende ja, aber mit Maß und Mitte, mit Vernunft, mit der richtigen Schrittweite. Vor allem müssen wir die Bürger mitnehmen und die Bezahlbarkeit von Wärme und Energie aufrechterhalten. (Beifall bei der CDU) Erste Vizepräsidentin Andrea Dombois: Herr Böhme, wollen Sie noch sprechen? – Nein. Dann die BÜNDNISGRÜNEN.

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