Dr. Daniel Gerber
Noch einmal: Das, was ich soeben zum Thema „böse Überraschungen“ gesagt habe, zielt darauf ab, dass in Zukunft, ab dem Jahre 2026, der CO -Preis steigen wird. (Zuruf von der AfD: Weil Sie Geld verdienen wollen! – Zuruf des Abg. Thomas Thumm, AfD) Wenn wir so weitermachen und noch mehr fossile Heizungen einbauen, (Zuruf des Abg. Holger Hentschel, AfD) dann haben wir in den Jahren 2027/2028 ein noch viel größeres Problem, als wir es ohnehin schon haben, weil wir dann den großen Aufschrei haben werden und gefordert wird, dass auch die fossile Heizung vom Staat subventioniert werden muss. Dann kommen Sie wieder und sagen, dass Sie Steuergeld dafür einsetzen wollen. Das ist doch Quatsch! Ich weiß nicht – – (Holger Hentschel, AfD: Also, die Familie friert!) Ich fahre mit meiner Rede fort. Dieser Umstieg auf klimafreundliches Heizen wird natürlich auch weiterhin gefördert, und zwar bis zu 50 %. Das macht man, um einerseits positive Anreize für diese Umstellung zu bieten und andererseits, um soziale Härten abzufangen. Hinzukommen – ich habe es schon gesagt – 80 % für eine Energieberatung und zukünftige günstige Kredite. Meine Damen und Herren! Das Einzige, was diese populistisch geführte Debatte bringt, ist, dass wir uns in der Welt weiter abhängen lassen. Beispiele gefällig? In nur fünf Jahren wurde es ab 2011 tatsächlich geschafft, die Solarlandschaft in Deutschland von knapp 160 000 Beschäftigen auf 40 000 Beschäftigte zu reduzieren, und zwar mit dem Ergebnis, dass China heutzutage 90 % der solaren Lieferkette dominiert. Das gleiche Bild gibt es beim Verbrenner: Während der Rest der Welt auf Elektromobilität setzt, klammert sich ein Teil der Politik weiterhin an das Verbrennen von E-Fuels. Welche Auswirkungen das hat, zeigte letzte Woche beispielsweise der Titel in der „Wirtschaftswoche“: „Das ist der Anfang vom Ende für Deutschlands Autobauer in China.“ Dort ziehen die chinesischen E-Autohersteller mit zweistelligen Wachstumszahlen an VW, Mercedes und BMW vorbei. Wenn man nun die extrem effiziente und wirtschaftliche Wärmepumpe – die übrigens in ganz Skandinavien seit Jahren erfolgreich eingesetzt wird – so verteufelt, dann braucht man sich nicht zu wundern, wenn ein US-Konzern kommt und beispielsweise Viessmann für einen zweistelligen Milliardenbetrag kauft. Erste Vizepräsidentin Andrea Dombois: Bitte zum Ende kommen!
