Dirk Panter
Herr Patt, das will ich explizit nicht. Ich sage, dass wir das Geld, das wir schon angespart haben, diese 10 Milliarden Euro, anders einsetzen sollten und nicht einfach an den Kapitalmärkten verbrennen lassen sollten. Warum gründen wir in Sachsen nicht eine eigene Wohnungsbaugesellschaft, wo wir doch Wohnungsnot in den großen Städten haben, und investieren selber? (Thomas Thumm, AfD: Das ist das, was Sie wollen! Sozialismus wollen Sie!) Warum investieren wir nicht – – (Unruhe bei der AfD – Glocke des Präsidenten) – Genau, Sozialismus! Es gibt andere Bundesländer, die sehr erfolgreich in Wohnungsbau investiert haben. (Jörg Dornau, AfD: „Neue Heimat!“ Das hatten wir schon mal!) Ich nenne Bayern und Hessen. Nehmen Sie doch einfach das Brett vor dem Kopf weg; dann sehen Sie die Realität. Wissen Sie eigentlich, wie die Eignerstruktur der EnBW – Energie Baden-Württemberg – ist? Wissen Sie das hier? 46 % werden von den oberschwäbischen Energieerzeugern gehalten. Das sind Landkreise. Noch einmal 46 % werden vom Land Baden-Württemberg gehalten. Das ist kein Sozialismus, sondern ein erfolgreiches Unternehmen in Staatshand, das trotzdem marktwirtschaftlich geführt wird. Solche Sachen kann man machen. Die oberschwäbischen Energieerzeuger haben vor vielen Jahrzehnten in Netze investiert und haben das nicht irgendwelchen ausländischen Unternehmen überlassen, sondern streichen die Gebühren und die Erträge selbst ein. Ich halte das für klug oder zumindest diskussionswürdig. Wir investieren mit 10 Milliarden Euro gerade in Anleihen und Aktien. Das ist real negativ rentiert. Das lohnt nicht. Wer mir etwas anderes erzählen will, hat keine Ahnung von Finanzmärkten. (Beifall bei der SPD – Peter Wilhelm Patt, CDU, meldet sich zu einer Zwischenfrage.) Zweiter Vizepräsident André Wendt: Herr Kollege, gestatten Sie eine weitere Zwischenfrage?
