Dirk Panter
Es ist mir bekannt, dass man auch mit Tagesgeld wieder Zinsen erzielen kann. Momentan kann man in Deutschland gut 1,5 %, teilweise auch 2 % erzielen, das ist durchaus möglich. Das ist mir völlig klar. Wir reden hier über ein Portfolio in Höhe von 10 Milliarden Euro aus Anleihen und Aktien. Es wird gemanagt. Ich würde prognostizieren, wenn wir damit bis zum 31. März eine Rendite in Höhe von 2 % erzielen können, dann sind wir wirklich gut. Ich möchte Ihnen, Herr Barth, gern den Unterschied zwischen nominalen und realen Renditen erklären. (André Barth, AfD: Kenne ich!) Eine Rendite von nominal 2 % oder 3 % zu erzielen, das ist alles schön und gut, aber wenn Sie parallel eine Inflation haben – Sie kennen sicherlich die Inflationszahlen; wir sind momentan bei 9 % –, wenn Sie die Inflationszahlen gegenrechnen, dann kommen Sie von der nominalen Rendite abzüglich Inflation zu der realen Rendite. Wo liegt die? (André Barth, AfD: Bei minus!) – So ist es. Sie ist negativ. Mensch! Er kann doch rechnen! (Zuruf des Abg. André Barth, AfD) Jetzt stellen wir diese Rechnung einmal auf. Nehmen wir einmal eine Rendite in Höhe von 2 % beim Generationenfonds an, beim Beamtenpensionsfonds, und eine Inflation in Höhe von 9 %. Das macht minus 7 %. Wenn darin 10 Milliarden Euro liegen, was macht das dann im Jahr aus? 7 % von 10 Milliarden Euro? – Wir haben einen Wertverlust in Höhe von 700 Millionen Euro. Wir legen jedes Jahr noch eine Milliarde Euro obendrauf. Dann haben wir noch einmal einen Wertverlust in Höhe von 70 Millionen Euro. Das sind im Doppelhaushalt 850 Millionen Euro. (Sören Voigt, CDU: Und wenn wir nichts reinlegen?) Wir haben einen ganz fundamentalen Unterschied, lieber Kollege, was generationengerechte Politik ist. Zweiter Vizepräsident André Wendt: Gestatten Sie eine zweite Frage?
