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Thomas Thumm

AfD 15.03.2023 Sitzungen 7/67

Sehr geehrte Frau Präsidentin! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Zum Abschluss möchte ich noch einmal auf die Forderungen in unserem Antrag eingehen. Erstens: Die Versorgung der Bevölkerung mit lebensnotwendigen Medikamenten muss sichergestellt und die Abhängigkeiten von Ländern wie China und Indien erheblich reduziert werden. Zweitens: Nationale Sicherheitsreserven sollen für zwei Monate im Bund für verschreibungspflichtige Medikamente eingerichtet werden, ersatzweise wird eine sächsische Landessicherheitsreserve geprüft, um Lieferkettenprobleme zu reduzieren. Drittens: Die Staatsregierung soll gemeinsam mit Arzneimittelherstellern und Forschungseinrichtungen das Potenzial der Produktion von Arzneimitteln in Sachsen insbesondere in den sächsischen Strukturwandelregionen prüfen. Ich muss dem SMR sagen: Wer Millionen von Euro für klimaneutrale Rathäuser und Verwaltungsgebäude verpulvert, wer mit Strukturwandelgeldern eine Dampflok auf Leichtölförderung umbaut, wer in seinem Ressort den Strukturwandel in der Lausitz verantwortet und das Wegbrechen Zehntausender Industriearbeitsplätze verhindern möchte, der sollte einige Euro in die Hand nehmen, um Standortkampagnen für den Freistaat in Gang zu setzen, (Sören Voigt, CDU: Eine Fabrik bauen!) um Medikamentenhersteller nach Sachsen zu holen. Schließlich geht es um die Produktion lebensnotwendiger Güter, wie Medikamente für die Bevölkerung, welche wir wieder heimisch am Standort Sachsen produzieren möchten. (Beifall bei der AfD) Herr Dierks, Sie sprachen von konkreten Maßnahmen in Ihrem Redebeitrag. Welche das sind, sind Sie dem Hohen Haus schuldig geblieben. (Zurufe) Ich sage Ihnen noch eines: Wenn Sie sich mit einigen Apothekern in einer Kaffeerunde treffen und versuchen, Probleme zu lösen, die Sie nicht lösen können, weil die Medikamente nicht vorhanden sind, ist das vertane Zeit. Es ging Ihnen nur um die Überschrift im MDR, Herr Voigt, die Sie im Vogtland erhalten haben. Das war ein schöner Artikel. Herzlichen Glückwunsch dafür. Aber ich sage Ihnen eines: Die AfD will, dass die Ärzte und Apotheker ihre wertvolle Arbeitszeit dafür verwenden, Patienten zu versorgen. Die Apotheker sollen ihre Arbeitszeit verwenden, Patienten zu beraten und nicht im Hinterzimmer irgendwelche Präparate zusammenzumischen, weil Medikamente nicht lieferbar sind. Zum Zweiten sollen die Ärzte Patienten diagnostizieren, behandeln, heilen und ihre wertvolle Arbeitszeit nicht damit verschwenden, zu telefonieren und Medikamente für eine Behandlung des Patienten zu organisieren. Das ist ein Riesenproblem, das wir momentan im Gesundheitssystem haben. Liebe Frau Köpping, Sie machen es immer wieder. Es gehört bei Ihnen zum guten Ton, das ist auch richtig so, immer und allen und jedem aus diesem Hohen Haus zu danken. (Staatsministerin Petra Köpping: Die freuen sich schon!) Aber ich sage Ihnen eines: Niemand kann sich von Ihren Dankesbekundungen, die Sie hier jedes Mal in Ihren Reden großherzig aussprechen, irgendetwas kaufen, der Apotheker nicht, die Ärzte nicht, die zusätzliche Arbeitszeit investieren müssen, um die Patienten zu versorgen. Ich sage Ihnen auch: Die Patienten, die auf diese Medikamente angewiesen sind, haben von Ihren Dankesbekundungen auch nichts. Dritte Vizepräsidentin Luise Neuhaus-Wartenberg: Herr Thumm, Ihre Redezeit ist abgelaufen.

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