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Doreen Schwietzer

AfD 02.02.2023 Sitzungen 7/66

Nein. – Starke Familien geben jungen Menschen Halt, stärken ihr Selbstbewusstsein und können somit präventiv wirken. (Beifall bei der AfD) Ein starker Familienverbund ist wichtig, damit Kinder den Mut aufbringen, sich im Falle einer Gewalterfahrung jemandem anzuvertrauen. Das müssen wir auch berücksichtigen, wenn wir etwas für die Kinder tun wollen. Das Umfeld muss auch bereit sein, gegen alle Täter vorzugehen. Dazu gehört beispielsweise auch das Wahrnehmen von häuslicher Gewalt, insbesondere gegen Kinder und Jugendliche in Migrantenfamilien. Es darf kein Tabuthema sein, nur aus Angst vor Rassismusvorwürfen – genauso leichtfertig wie Sie Eltern von gut erzogenen Jungen und Mädchen mit Zöpfen und Kleidern ganz schnell zu Nazis deklarieren. Sie sollten endlich wahrnehmen, dass es familiäre Strukturen in anderen Kulturkreisen gibt, in denen Gewalt in der Erziehung seit Jahrhunderten Standard ist. Wir dürfen die Situation von Mädchen und Frauen in den Flüchtlingsunterkünften auch nicht übersehen. Wir müssen alles tun, um sie vor sexueller Gewalt zu schützen, ebenso wie alle anderen Kinder, Jugendlichen und Frauen in Deutschland. Dazu gehört, dass Migranten, die ihr Gastrecht durch Gewalttaten missbrauchen, konsequent ausgewiesen werden. Sehr geehrte Damen und Herren der Koalitionsfraktionen! Sie können mit Ihrer politischen Agenda grundlegende Weichen für den Schutz von Kindern vor sexueller Gewalt stellen. Ihr Antrag greift gute Punkte auf, aber er ist noch lange nicht ausreichend. Frau Pfeil, ich kann Ihnen leider nicht die Sexualerziehung vorenthalten. Es ist ein Thema – – Ich meine damit Ihre immer weiter ausufernde Übergriffigkeit auf Kinder und Jugendliche unter dem Deckmantel der Sexualerziehung. Frühzeitige sexuelle Inhalte in Kindergärten und Grundschulen haben nichts mit Aufklärung zu tun und haben dort nichts zu suchen. Kinder fragen, wenn sie etwas wissen wollen. Kinder beobachten und erkunden, und sie äußern ihre Bedürfnisse nach Aufklärung von sich aus. (Beifall bei der AfD) Das Überstülpen ideologischer Weltanschauungen einzelner hier anwesender Parteivertreter überschreitet die natürlichen und Intimgrenzen der Kinder. (Marco Böhme, DIE LINKE: Wissenschaft ist keine Ideologie!) Der ehemalige Missbrauchsbeauftragte der Bundesregierung Herr Rörig, auf dessen Positionspapier Sie sich im Antrag beziehen, sagte, dass die Bedeutung von Intimität sowie der achtsame Umgang mit den eigenen Grenzen gerade in der Sexualpädagogik beachtet werden muss. Bei Mädchen und Jungen, die jedoch Grenzüberschreitungen gewohnt und deshalb desensibilisiert sind, haben die Täter leichtes Spiel. Auch das ist Prävention vor sexuellem Missbrauch. Sehr geehrte Damen und Herren! Es gäbe noch viel zu sagen, aber meine Zeit reicht leider nicht aus. (Marco Böhme, DIE LINKE: Gott sei Dank!) Der Antrag gibt einen wichtigen Anstoß, sich dem Thema zu nähern. Deshalb werden wir ihm zustimmen. Lassen Sie uns gemeinsam daran arbeiten, dass Kindern und Jugendlichen keine Gewalt, weder sexuelle noch andere, widerfährt. (Kathleen Kuhfuß, BÜNDNISGRÜNE, steht am Mikrofon.) Vielen Dank! (Beifall bei der AfD)

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