Henning Homann
Sehr geehrter Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Lassen Sie auch mich mit einer kleinen Replik auf den Kollegen Beger von der AfD beginnen. Sie haben gesagt, dass „gute Arbeit“ ein politischer Kampfbegriff sei. Ich finde, das ist eine wirklich schwierige Aussage, die mich aber aus Ihrem Mund nicht wundert. Wenn man einmal schaut, worum es uns als SPD beim Thema gute Arbeit geht, dann erkennt man: Wir wollen, dass Leute von ihrer Arbeit gut leben können, dass es keine Billiglöhne gibt, dass es keine Niedriglöhne gibt, dass es einen ordentlichen Arbeitsschutz gibt, dass es bei der Arbeit so wenige Verletzungen wie möglich gibt, dass die Leute später eine ordentliche Rente haben, wenn sie ihr Leben lang gearbeitet haben. Das ist das, worum es uns bei guter Arbeit geht. (Beifall bei der SPD, den BÜNDNISGRÜNEN und der Staatsregierung) Dass Sie davon nichts halten, dass Ihnen das schlichtweg egal ist, durften wir hier im Plenum schon des Öfteren hören. Das eine oder andere Mal werden zwar schöne Lippenbekenntnisse gegeben; aber wenn man Ihnen im Kern zuhört, dann sieht man, dass Ihnen die Beschäftigten in diesem Land egal sind, weil Sie auf der Seite der unlauteren Unternehmen stehen. (Jörg Urban, AfD: Sachlichkeit! – Zuruf von der AfD: Was sind denn „unlautere Unternehmen“?! – Weitere Zurufe von der AfD) – Das sind zum Beispiel Unternehmen wie GKN. Das sind nämlich Unternehmen, die langfristig kein Interesse daran haben, an Standorten zu investieren, und sich die Profite stattdessen komplett an ihre Heimatholding in Großbritannien überweisen. Das heißt, da werden Gewinne gescheffelt, statt in die Zukunft zu investieren. Genau für solche Leute setzten Sie sich ein, meine sehr geehrten Damen und Herren. – (Beifall bei der SPD und den BÜNDNISGRÜNEN – Zurufe von der AfD) Das will ich an dieser Stelle noch einmal sagen: Wenn man sich darüber Gedanken macht, wie wir die Transformation, also die größte Modernisierung unserer Wirtschaft durch einen klimaneutralen Anspruch bis 2025 organisieren können, dann müssen alle Teile der Gesellschaft anpacken. (Thomas Thumm, AfD, steht am Mikrofon.) Zweiter Vizepräsident André Wendt: Gestatten Sie eine Zwischenfrage?
