Juliane Nagel
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen der demokratischen Fraktionen! Wir haben vor einigen Monaten hier im Landtag über die Weiterentwicklung der Drogen- und Suchthilfelandschaft in Sachsen diskutiert. Das war ein Koalitionsantrag. Wir haben dem zugestimmt und damals schon gesagt, dass sich das ordentlich im Haushalt niederschlagen muss. Wir haben die Situation, dass sich Abhängigkeitserkrankungen verhärten bei denjenigen, die vor allem prekär konsumieren. Die Corona-Pandemie hatte differenzierte Folgen für das Konsumverhalten von Menschen. Wir haben die Fakten, die uns die Sächsische Landesstelle gegen die Suchtgefahren regelmäßig ins Stammbuch schreibt. Sie schrieb in ihrem Bericht für 2021, dass die Fachkräfteversorgung in den Suchtberatungs- und Behandlungsstellen in nur drei Gebietskörperschaften tatsächlich gesichert ist. Es geht um den angestrebten Fachkräfteschlüssel von 1 zu 20 000, also eine Fachkraft für 20 000 Bewohnerinnen und Bewohner. Wir wollen in diesem Bereich ordentlich drauflegen, und auch hier wollen wir die allgemeinen Preis- und Tarifsteigerungen geltend machen. Bitte stimmen Sie unserem Antrag zu. (Beifall bei den LINKEN) Erste Vizepräsidentin Andrea Dombois: Frau Čagalj Sejdi, bitte.
