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Stephan Hösl

CDU 20.12.2022 Sitzungen 7/64

Ja, Herr Weigand, ja!) Wir müssen die wirklichen Probleme in Sachsen anpacken. Die erste Lösung, die ich Ihnen vorschlage: Wir müssen den Lehrermangel in Sachsen beenden. In Sachsen fallen über 60 000 – 60 000! – Unterrichtsstunden (Lachen des Staatsministers Christian Piwarz) – ich würde da nicht lachen, Herr Piwarz, das ist Ihr Versagen – (Zuruf der Abg. Lucie Hammecke, BÜNDNISGRÜNE) planmäßig aus wegen Lehrermangels. Die bisherigen Maßnahmen funktionieren eben nicht. An den Grundschulen fehlen über 125 Lehrer, an den Oberschulen 250 Lehrer, an den Gymnasien über 100 Lehrer, an den Förderschulen 230 Lehrer. Es ist ein völliges Desaster, das wir in Sachsen erleben. Sie lesen es immer wieder in der Presse: In der Chemnitzer Annenschule gibt es keinen Physikunterricht in der 7., 8. und 9. Klasse, Chemie fällt komplett aus. Auch bei mir in Freiberg an der Ohainschule – Sie können in den Unterrichtsplan schauen –: Ausfall, Ausfall, Ausfall in der 9. Klasse. Wir stehen am Abgrund. Der Stundenausfall wird zum Flächenbrand in Sachsen, und die CDU schaut tatenlos zu; denn ein dummes Wahlvolk regiert sich besser, meine Damen und Herren. (Vereinzelt Beifall bei der AfD) Was braucht es gegen den Lehrermangel? Es braucht – erstens – die Lehrerausbildung in der Fläche. Wir brauchen die pädagogischen Hochschulen in ganz Sachsen, um so den Lehrermangel zu bekämpfen. (Staatsminister Christian Piwarz: Das ist Unsinn!) – Das ist Unsinn? Die CDU schlägt es ja in Görlitz vor. Sie haben gesagt, es sei Unsinn. Wir können uns daran abarbeiten, Ihre Kollegen in Görlitz schlagen es vor. Zweitens. Es braucht eine Werbeoffensive für die MINTFächer. Wir sagen: Mut zu MINT, um den Ausfall zu beenden. Drittens braucht es einen Bürokratieabbau für die Lehrer, damit sie endlich wieder mehr vor der Klasse stehen. (Beifall bei der AfD – Zuruf des Abg. Frank Peschel, AfD) Wir müssen auch bei den Familien anpacken – das bringt mich zu Punkt 2 der Lösung: Familien entlasten. Familie Schöne aus Dippoldiswalde zahlt mit ihren drei Kindern Emma, fünf Jahre, Oskar und Karl, drei Jahre, (Heiterkeit des Abg. Stephan Hösl, CDU) monatlich 1 000 Euro für die Kinderbetreuung inklusive Essen der drei Kinder. Die Familie erlebt steigende Gasund Energiepreise sowie Explosionen bei den Lebensmittelpreisen. Wenn sie jetzt, in der Weihnachtszeit, auf den Striezelmarkt nach Dresden fährt, bekommt sie den nächsten Schlag: 100 Gramm Mandeln: 5 Euro, ein Beutel Krapfen: 5 Euro, die Tasse Glühwein: 5 Euro. Dann muss man schon jeden Euro einzeln umdrehen. Auch hinter dem Sommerurlaub der Familien stehen nicht nur bei Familie Schön, sondern bei vielen Familien in Sachsen für das nächste Jahr drei Fragezeichen. Daher frage ich Sie: Was braucht es, um unsere Familien zu entlasten? – Richtig: Erstens braucht es eine Senkung der Elternbeiträge in den Kindertageseinrichtungen auf 15 %. So entlasten wir die Familien in Sachsen. Zweitens braucht es ein kostenloses und gesundes Essen in den Kindertageseinrichtungen und Schulen, meine Damen und Herren. So entlasten wir unsere Familien in unserem schönen Freistaat. Was braucht es noch? Die dritte Lösung, die wir Ihnen vorschlagen: Wir brauchen wirkliche Nachhaltigkeit für Schulen, für Handwerk und Mittelstand. Wir wollen, dass die Kinder frühzeitig an die MINT-Berufe, an den MINT-Bereich herangeführt und für diesen begeistert werden. Das Haus der kleinen Forscher wollen wir in Sachsen flächendeckend ausbauen, damit sie in jeder Kita die wundervollen Experimente kennenlernen. So werden die Kinder auch verstehen, dass man CO für das Pflanzenwachstum braucht und das, was der Bauer macht, eben kein Mist ist, sondern dass es wirklich wichtig ist. Deshalb soll es nach der Kita in den Grundschulen weitergehen. Die Kinder sollen sich die Hände schmutzig machen. Wir wollen für jede Grundschule einen Schulgarten, damit die Kinder lernen, dass man die Tomate oder die tolle Kartoffelsorte Goldmarie eben nicht im Supermarkt kauft, sondern selbst anbauen kann. Wenn wir so mehr Praxis in die Grundschulen bekommen, müssen wir das in den weiterführenden Schulen fortführen. Wir brauchen mehr Praxis, mehr Zusammenarbeit zwischen dem Handwerk und dem Mittelstand. Wir als AfD sagen ganz klar: mehr Meister statt Master. Wir wollen den Akademisierungswahn in diesem Land stoppen. (Beifall bei der AfD) Wir als AfD wollen wirkliche Nachhaltigkeit, und wenn wir wirklich Nachhaltigkeit auch in der Bildung durchsetzen, klebt sich auch die kleine Annalena nicht im KoboldWahn auf der Straße fest oder bewirft unsere historischen Gemälde mit Farbbeuteln, sondern sie lernt etwas Vernünftiges und schafft auch eine ordentliche Berufsausbildung. (Beifall bei der AfD –

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