Frank Peschel
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Werte Abgeordnete! Dass Sie unseren AfD-Antrag ablehnen müssen, ist uns bewusst, doch die Behauptung, wir möchten das Gymnasium schwächen, das ist eine sehr bösartige Behauptung. Das war niemals und ist in keinster Art und Weise unser Anliegen. Frau Gockel, Sie haben mir vorgeworfen, wir seien wirtschaftsfreundlich. – Ich nehme das mal als Kompliment an, vielen Dank. (Beifall bei der AfD) Vielleicht kann sich der eine oder andere im Hohen Haus an die Diskussion am 13. Juli erinnern. Die Debatte hieß damals „Handwerk hat auch in Zukunft goldenen Boden“ und Kollege Nico Brühler von den LINKEN, sagte damals: „Diese Debatte um eine zu geringe Akademikerquote nützt uns nichts, sondern, das muss man sagen, in letzter Konsequenz hat sie uns geschadet, weil sie ein Grund dafür ist, warum wir momentan gerade im Handwerksbereich Fachkräftemangel haben; denn wir erzählen den jungen Leuten immer: Hoch qualifiziert bist du nur, wenn du studiert hast. – Das stimmt aber nicht.“ Wirtschaftsminister Dulig – dem ich ungern recht gebe, aber damals sagte er weise Worte, deshalb möchte ich ihn zitieren und ihm recht geben: „Dass gerade die duale Ausbildung in der öffentlichen Wertschätzung und in den Debatten um den Fachkräftebedarf im Vergleich zu Hochschulreife und Studium immer noch zurückbleibt, ist ein gesamtgesellschaftliches, aber auch ein strukturelles Problem.“ Genau das wollen wir mit unserem Antrag ändern. Zum Schluss möchte ich gern Sie, Frau Friedel, zitieren. Sie sagten damals, am 13. Juli: (Sabine Friedel, SPD: Ja, ich habe dasselbe wie heute gesagt!) „Mit ein wenig Mut können wir viel mehr erreichen als jetzt schon passiert.“ (Sabine Friedel, SPD: Genau!) Werte Frau Friedel: Haben Sie Mut zur Wahrheit und stimmen Sie unserem Antrag zu! Vielen Dank. (Beifall bei der AfD –
