Marco Böhme
Herr Präsident! Ich möchte darauf reagieren, auch wenn ich vorhin schon von Ihrem Hund erfahren habe und Frau Schaper auch Hundeliebhaberin ist. Deshalb sind Sie wahrscheinlich gerade so lustig dabei, was das Thema angeht. Beim Wolf haben wir allerdings schon eine Schwarz-WeißSicht, wie ich Ihnen vorhin dargestellt habe. Ich habe zitiert aus der Anhörung des Umweltausschusses vom letzten Jahr. Da wurde uns glasklar gesagt, dass es eben nicht die Frage ist, ob es weniger Wölfe gibt, sondern ob wir in Deutschland Wölfe haben oder nicht. Die Anzahl der Tiere in einem Rudel hat nichts damit zu tun, wie viele Schäden auftreten. Das ist von unzähligen wissenschaftlichen Instituten glasklar bewiesen. (Proteste bei der AfD) Es gibt natürlich Problemwölfe. Das stimmt. Diese sind aber jetzt schon reguliert. Darüber müsste man gar nicht mehr reden. Sie haben aber über die Frage geredet, ob wir den Wolfsbestand massiv reduzieren wollen oder nicht. Das war die Debatte, die CDU und Rechtsaußen gerade geführt haben. Da sagen wir: Das macht keinen Sinn. Es gibt noch sehr viel Platz und mögliche Territorien, in denen sich Wölfe ausbreiten können, und zwar ohne Probleme. Deshalb halten wir die Debatte für überflüssig. Zu dem Schaden an den Nutztieren habe ich vorhin dargestellt, dass es darum geht, den Herdenschutz zu verstärken und zu verbessern. Es gibt Wölfe und Regionen, bei denen es dank vorbildlichen Herdenschutzes so ist, dass Herdentiere keine leichte Beute sind und der Wolf deshalb dort nicht angreift. (Ivo Teichmann, AfD, steht am Saalmikrofon.)
