Marco Böhme
Vielen Dank. Ich würde gern auf Herrn Hippold reagieren. Tatsächlich finde ich, dass man sagen kann, dass auch die CDU etwas damit zu tun hat, dass wir in Sachsen zwar immer noch ein BahnLand sind, aber vor allem ein „Autoland“ geworden sind. Das hat sicherlich auch etwas mit dem Nutzerverhalten zu tun, wie Sie es richtigerweise sagen. Aber die Frage ist: Warum haben sich vor allem Anfang der Neunzigerjahre die Nutzerinnen und Nutzer von der Bahn wegbewegt? Weil Strecken eingestellt wurden, weil es miese Taktverbindungen gab und gibt, weil bis heute jeder zweite Bürger in Sachsen nicht an den ÖPNV angeschlossen ist. Das ist ein Armutszeugnis für eines der reichsten Bundesländer, das wir werden wollen oder wir mittlerweile, im Osten gesehen, sind. Wir sind eigentlich ein attraktives Land mit drei Großstädten, die gut verteilt sind und wo man wirklich gute ÖPNV-Verbindungen hat. Dass es trotzdem so schlechte Takte gibt und so viele Strecken nicht ausgebaut sind, dass wir zwei Großstädte haben, die eingleisig und mit Oberleitungen betrieben werden, ist ein Armutszeugnis. Ich finde, das hat auch etwas mit der CDU-Politik hier in Sachsen zu tun. (Beifall den LINKEN) Erste Vizepräsidentin Andrea Dombois: Jetzt spricht Herr Abg. Hippold.
