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Juliane Pfeil

SPD 22.09.2022 Sitzungen 7/57

Sehr geehrte Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Auch ich möchte kurz mit der Symbolik der authentischen Orte Plauen und Leipzig an dieser Stelle anfangen. Denn wir merken es in unserer Stadtgesellschaft in Plauen noch heute ganz deutlich, mit wie viel Stolz damals die Menschen die Demokratisierung in der DDR vorangetragen haben und noch heute in sich spüren. In Leipzig wird es an dieser Stelle nicht anders sein. Was für mich aber wirklich der besondere Teil bei der Bewerbung dieser beiden Städte ist, ist klar die Symbolik, aber zum anderen noch viel mehr dieser Transformationsgedanke, der durch die Bewerbung dieser beiden Städte eigentlich das gesamte Land abbildet. Wir haben mit der Bewerbung von Plauen eine mittelgroße, industriell geprägte Stadt im ländlichen Raum. Mit dem Partner Leipzig haben wir die pulsierende Großstadt Leipzig, die am schnellsten wachsende Stadt in Deutschland, die somit auch das gesamte Spektrum dessen, was wir an Transformationsgeschichten und Transformationserfahrungen im Freistaat haben, wunderbar abbilden kann. Wir haben damit auch eine unglaubliche Diversität an Problemlagen, die damit beschrieben werden kann. So haben wir in Plauen zum Beispiel unglaublich viele Auspendler in den Westen: Ein Großteil von uns pendelt nach Bayern, nach Hof – das ist tatsächlich so; das ist die Lebensrealität bei uns im Vogtlandkreis. Auf der anderen Seite haben wir die Stadt Leipzig, die natürlich unglaublich viele Einpendler hat, um an diesem Wirtschaftsboom und Wissenschaftsboom, den die Stadt hat, teilhaben zu können. Wir hatten auch ganz unterschiedliche Geschichten innerhalb der letzten Jahre: So haben wir in Plauen den Wegbruch von Industriearbeitsplätzen – Stichwort PLAMAG oder MAN – erlebt, was ein herber Einschnitt war. Wir sehen auf der anderen Seite eine Stadt Leipzig, wo Wissenschaft und Wirtschaft miteinander agieren, wo der Subraum um Leipzig herum wächst. Das ist, finde ich, wirklich das Besondere an dieser Bewerbung. Wir haben sowohl tatsächlich Transformationsverlierer als auch -gewinner, die damit auch ein Bild bekommen. Das ist, glaube ich, auch sehr wichtig, um dieses ganze Thema voranzutreiben. Was mich auch besonders freut, ist, dass die Stadt Chemnitz als Kulturhauptstadt schon signalisiert hat, im Zusammenhang mit Südwestsachsen die Stadt Plauen zu unterstützen. Das zeigt doch auch, dass der Freistaat an dieser Stelle ganz klar gemeinsam dieses Vorhaben unterstützt. Was ich auch besonders finde – das hat Kollege Voigt schon erwähnt –, ist, dass der Dialog bei dieser Bewerbung in den Mittelpunkt gerückt wird. Denn wir sehen doch gerade alle auch in diesen schwierigen Zeiten, wo Demokratie immer wieder in Frage gestellt wird, wie wichtig es ist, Dialogformen und Begegnungen zu schaffen und die Menschen gemeinsam daran ein Stück weit zu erinnern, mit wie viel Mühe sie sich Demokratie erarbeitet haben. Ich glaube, das ist gut so. Ich freue mich, dass die Städte Plauen und Leipzig im Schulterschluss gemeinsam für den Freistaat in die Bewerbung gehen. Ich freue mich auch, dass ich heute hier so eine breite Unterstützung für unsere Stadt sehe. Vielen herzlichen Dank! Tragen Sie den Gedanken gerne mit nach außen! (Beifall bei der SPD, den BÜNDNISGRÜNEN sowie vereinzelt bei der CDU) Erste Vizepräsidentin Andrea Dombois: Wir beginnen wieder mit der CDU-Fraktion. Herr Abg. Nowak, bitte.

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