Frank Richter
Eine bestätigende, aber mir sehr wichtige Kurzintervention, Herr Staatsminister. Ich hatte einmal die große Freude und Ehre, unter einem Ihrer Vorgänger Lehrpläne mitschreiben zu können, und zwar über sechs Jahre. Ich halte die sächsischen Lehrpläne, von Ausnahmen abgesehen, für hervorragend. Es ist heute schon gesagt worden, dass die linke Seite entscheidend ist. Das ist jetzt keine politische Standortfrage, sondern eine grafische Frage. Die linke Seite gibt so viele Möglichkeiten, pädagogische Freiheiten für den Lehrer, entsprechend auch auf das Ziel, auf die zeitlichen Möglichkeiten hin zu orientieren. Ich würde mir dringend wünschen, dass wir endlich einmal in unseren öffentlichen Debatten von der permanenten Formulierung der „Entschlackung von Lerninhalten“ wegkommen, weil das nämlich der Philosophie unseres Lehrplans, der in Sachsen so hervorragend ist, elementar widerspricht. Wir dürften uns auch einmal unseren eigenen Texten widmen und sagen: Wir können das ganz anders und oft sehr viel souveräner angehen, als das oft hier im Haus geschieht. (Beifall bei der SPD) Erste Vizepräsidentin Andrea Dombois: Herr Minister Piwarz, bitte.
