Henning Homann
Vielen Dank, Herr Präsident! Ich muss feststellen, dass Ihr Vortrag, Herr Thumm, gegenüber Menschen ziemlich überheblich ist, die in diesen Bereichen durchaus erfolgreich unternehmerisch tätig sind. (Thomas Thumm, AfD, steht am Mikrofon) Ich habe, glaube ich, in meinem Redebeitrag – – Wahrscheinlich hätte ich weiter ausführen müssen, um mit der einen oder anderen Legende aufzuräumen. Ich würde es an zwei Beispielen demonstrieren: Erstens: Es gibt in diesem Land, in Sachsen, Unternehmerinnen und Unternehmer, die sich darauf spezialisiert haben, große Industriekonzerne dabei zu beraten, wie sie Menschen mit Behinderungen in ihren Unternehmen so einsetzen können, dass sie einen ordentlichen, guten Arbeitsplatz haben und trotzdem dem Unternehmen bei der Gewinnerzielung helfen. Die Unternehmen werden damit beauftragt, und zwar im Rahmen eines wirtschaftlichen Prozesses. Dabei geht es auch darum, ein erfolgreiches Unternehmen noch erfolgreicher zu machen. Am Ende gibt es drei Gewinner(innen): den beauftragenden Konzern, einmal das Unternehmen, das diese Dienstleistung erbringt, ein anderes Unternehmen dabei zu beraten, wie man Menschen in ihr Unternehmen integriert, und den betroffenen Menschen selbst, der anschließend einen ordentlichen Arbeitsplatz hat, aus dem er seinen Lebensunterhalt selber bestreiten kann. Diese Unternehmen, darin muss ich Ihnen deutlich widersprechen, arbeiten kostendeckend; sie haben auch den Anspruch, kostendeckend zu sein. (Thomas Thumm, AfD: Gut so!) – Genau. Lassen Sie mich doch einmal ausreden. Aber, und dafür scheint Ihre Fantasie nicht zu reichen, das sind Unternehmerinnen und Unternehmer, denen es nicht um Gewinnmaximierung geht. Das sollten wir anerkennen. Das sind Leute, die seriöse Unternehmen haben, die einen wichtigen Beitrag dazu leisten, unsere Wirtschaft in Sachsen besser zu machen. Wir sollten es anerkennen, dass sie dabei nicht auf Gewinnmaximierung pochen und dass sie eine höhere gesellschaftliche Verantwortung – Zweiter Vizepräsident André Wendt: Die Redezeit, Herr Kollege!
