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Norbert Mayer

AfD 05.05.2022 Sitzungen 7/50

Die sprechen wir Ihnen auch ab!) Sie nutzen doch die Situation vielmehr, um hier Stimmung zu machen: gegen Umweltschutz, Artenschutz, Tierwohl, Dünge- und Pestizidbeschränkungen und natürlich auch gegen Ökolandbau. (Zuruf von der AfD: ... und gegen Waffenlieferungen!) Dazu sage ich ganz deutlich: Das ist falsch, und es ist verantwortungslos, eine Krise gegen die andere auszuspielen. (Beifall bei den BÜNDNISGRÜNEN und der SPD – Zurufe von der AfD: Ach!) Denn die Vernachlässigung von Ökologie verschärft die Klimakrise, und sie verschärft damit den Welthunger. (Jörg Urban, AfD: Märchenerzähler!) Die wichtigsten Grundlagen für die Bekämpfung der Nahrungsmittelkrise sind gesunde Böden, ausreichend Wasser, stabiles Klima, auch hohe Artenvielfalt. Sie ignorieren doch die dramatischen Folgen der Klima- und der Biodiversitätskrise für die Welternährung komplett. (Zuruf von der AfD: Wir haben gesunden Menschenverstand!) Wer aber die Nahrungsmittelkrise lösen will, ohne die Ökologie zu beachten, verschärft sie am Ende. Sie lehnen den Green Deal ab, Sie lehnen die Pläne der EU zur Pestizidreduktion und zur ökologischen Transformation von Landwirtschaft und Ernährung ab. Stattdessen schreien Sie nach mehr Pflanzenschutz und Düngung, um dann im nächsten Atemzug die horrenden Preise für Düngemittel und Pestizide anzuprangern. Das ist doch alles absurd. (Jörg Urban, AfD: Das passt sehr gut zusammen!) Die Kosten für importierten Mineraldünger werden sich weiter erhöhen, (Jörg Urban, AfD: Weil die billig sind!) und der Ökolandbau kommt ohne importierten Mineraldünger aus. Warum die energieintensiven, teuren fossilen Systeme nutzen und auf diese setzen, wenn wir in Sachsen die natürlichen und zukunftsfähigen Systeme nutzen können, zum Beispiel (Zuruf von der AfD: Sie machen Politik gegen die eigene Bevölkerung! – Weitere Zurufe von der AfD) mit einer Eiweißpflanzenstrategie, mit bodengebundener Tierhaltung, mit regional geschlossenen Nährstoffkreisläufen? Mehr Ökologie ist doch nicht das Problem, sondern Teil der Lösung, meine Damen und Herren. (Beifall bei den BÜNDNISGRÜNEN und den LINKEN) Herr Kollege von Breitenbuch, Sie fordern die Freigabe von Randstreifen und Brachen für die Nahrungsmittelproduktion. Dazu sage ich einmal: In Deutschland gibt es gerade einmal 350 000 Hektar. Schwer zu bewirtschaftende Flächen sind das, auch mit sehr geringen Erträgen. Damit Millionen Hektar Anbaufläche der Ukraine kompensieren zu können – ich finde, das ist irreführend. Zweiter Vizepräsident André Wendt: Herr Kollege, die Redezeit ist abgelaufen, auch wenn die Anzeige 2 Minuten Restzeit anzeigt. Wir hatten ein kleines technisches Problem. (Valentin Lippmann, BÜNDNISGRÜNE: Das ist nicht sein Problem! – Jörg Dornau, AfD: Wollen Sie Ihrem Präsidenten etwas vorschreiben? – Zuruf von der AfD: Da macht der sich nichts draus! – Unruhe bei der AfD) Wir können später noch eine weitere Runde durchführen. – Einen letzten Satz gebe ich Ihnen noch, Herr Zschocke. Bitte, fahren Sie fort.

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