Jörg Markert
Vielen Dank, Herr Präsident. Ich möchte kurz auf Folgendes eingehen: Herr Peschel, ja, das bayerische Gaststättenmodernisierungsprogramm ist in Bayern ein Erfolg gewesen. Das habe ich auch so wahrgenommen. Wir haben in die Richtlinie „Regionales Wachstum“ in Sachsen die Komponente Gastronomie eingearbeitet. Das heißt, die Gastrobranche kann in diesem Programm für Investitionen – also von Kleinunternehmen mit regionalem Absatz, das ist der Rahmen – bis zu 25 % Förderung beantragen. Wenn es um Unternehmensnachfolgen geht, also wenn ich einen Betrieb an die nächste Generation übergebe oder ich jemanden habe, der ihn übernimmt, dann sind auch Förderungen bis 40 % möglich, maximal 50 000 Euro. Jetzt haben wir ein Programm Wir sollten dem Programm eine Chance geben und schauen, wie dort die Nachfrage und die Zahlen sind. Das muss man sich einmal anschauen. Ich glaube, das Programm ist so ausgestattet, dass wir dort wirklich Hilfe leisten können. Frau Feiks, ja, die Tourismusstrategie haben wir auch im Koalitionsvertrag stehen; wir werden daran weiterarbeiten. Ich denke schon, dass es richtig und sicher ist, dass wir die Erfahrungen aus der Pandemie in die Tourismusstrategie einfließen lassen müssen. Wir wollen am Markt – sage ich einmal – weiterhin in vorderer Front mitspielen. Die anderen Länder machen das auch. Alles andere wäre falsch, insbesondere, wenn wir solche Erfahrungen außer Acht ließen. Mit Sicherheit werden wir uns darüber inhaltlich auseinandersetzen: Wie können wir den Tourismus krisenfest machen? Wie stellen wir uns die nächsten zehn Jahre im Tourismus vor? Das alles sind Dinge, über die wir reden müssen. Ja, die Branche braucht weiterhin Hilfe beim Neustart. Diesbezüglich bin ich unserer Tourismusministerin Barbara Klepsch sehr dankbar. Das Ministerium leistet dort eine gute Hilfe. Die Ministerin ist sehr viel unterwegs, führt sehr viele Gespräche, bringt Ideen ein, zum Beispiel die Hinwendung zum Ganzjahrestourismus. Es ist völlig richtig, dass wir schauen und uns fragen müssen: Wie können wir im ganzen Jahr aktiv Tourismus anbieten – und das nicht nur auf Wintersportgebiete einzugrenzen oder auf saisonale Angebote – und so für unsere Gäste da sein? Das ist ein Thema der Zukunft. (Beifall bei der CDU und der Staatsregierung) Hier spielt die Verzahnung von Kultur und Tourismus eine große Rolle. Dort haben wir viel zu bieten. Wir nutzen es und werfen es in die Waagschale. Meine Damen und Herren! Für den Städtetourismus ist es wichtig, dass wir dort wieder an den Start kommen, dass die ausländischen Gäste zurückkehren, dass wir ein guter, weltoffener Gastgeber in Sachsen sind. Aber ein Stück weit müssen wir uns auch fragen: Wo stehen wir denn heute? Ich glaube schon, dass wir gerade im Bereich Welterberegionen, also dort, wo wir sehr gezielt internationale Gäste ansprechen, schauen müssen, dass wir an unserem sprachlichen Profil arbeiten und die Gäste in einer zweiten Sprache ansprechen können. Das gehört für mich einfach dazu. Das sind so Dinge, auf die wir ein Stück weit in Zukunft achten müssen. (Rico Gebhardt, DIE LINKE: Erzgebirgisch!) – Ja, erzgebirgisch reden wir, genau so ist es, Herr Kollege. Wichtig ist für mich der Schulterschluss, der zwischen Regierung, Landtag und Akteurinnen und Akteuren erprobt ist. Wichtig ist, die Unterstützung der Branche weiterhin aufrechtzuerhalten. Wir als CDU wollen hier unseren Beitrag leisten, und ich freue mich mit Ihnen gemeinsam und der Branche auf die weiteren Diskussionen in der nächsten Zeit. Tourismus ist ein schönes Thema. Wir sind ein tolles Tourismusland mit guten Anbietern, die alle mit Freude und Ideen jeden Tag dort ihre Arbeit leisten. Lassen Sie uns gemeinsam an diesem Ziel weiterarbeiten! Vielen Dank für die Debatte. (Beifall bei der CDU und der Staatsregierung) Zweiter Vizepräsident André Wendt: Kollege Markert von der CDU-Fraktion sprach in der dritten Rederunde den ersten Redebeitrag. Jetzt übergebe ich an die AfD-Fraktion, Herr Kollege Teichmann, bitte schön.
