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Frank Schaufel

AfD 24.03.2022 Sitzungen 7/47

Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren! Bischofswerda, Weißwasser, Leisnig, Lichtenstein. Wer ist als Nächstes dran? Medizinische Versorgung sichern – Klinikschließungen verhindern! So lautet unser AfD-Debattentitel. Erst vorletzte Woche kam für die Kinderklinik in Lichtenstein das endgültige Aus, und das, obwohl die Anwohner mit einer OnlinePetition mit fast 27 000 Unterschriften und einer Bürgerinitiative bis zur letzten Minute um die Klinik gekämpft haben. Ich lese aus den Kommentaren der Online-Petition kurz vor: „Die Kinderklinik besitzt einen hervorragenden Ruf“; „Aus Verantwortung für die Zukunft unserer Kinder“; „Weil es jeden treffen kann“; „Die beste Kinderklinik in der Region“; „Die beste Kinderstation im Landkreis Zwickau muss erhalten werden“; „Kinder sind unsere Zukunft“; „Für Zukunft muss man kämpfen“; „Ich wurde selbst einige Jahre als Kind dort behandelt, und meinen Sohn habe ich dort geboren“; „Mutter von drei Kindern: Circa 15- mal war ich in der Notaufnahme, meistens an Sonn- und Feiertagen“; „Wenn es um ein Kind geht, zählt jede Sekunde.“ Das gleiche Schließungsschicksal wie Lichtenstein erlitten letztes Jahr Weißwasser und Leisnig. Bereits im Jahr 2018 wurde die Geburtshilfe in Bischofswerda dichtgemacht, vorher Oschatz, Sebnitz, Radebeul, Reichenbach und Stollwerk. Laut Krankenhausgesellschaft sind etwa zehn Prozent der sächsischen Kliniken von Schließungen bedroht. Mittlerweile ist in Sachsen ein Kipppunkt erreicht, an dem die Versorgungssicherheit stationärer Kinder- und Jugendmedizinangebote nicht mehr ausreicht. Wir reden aktuell von Fahrzeiten zur nächsten Geburtsstation, die bis zu einer Stunde betragen können. Wollen Sie Schwangere wirklich eine Stunde lang mit Wehen von Deutschneudorf nach Freiberg über Schlaglochpisten fahren lassen? Das will wohl keiner. Dennoch ist es Realität. (Zuruf von der CDU: So ein Quatsch! – Zuruf des Abg. Stephan Hösl, CDU) Ich rede von allen Klinikschließungen in Sachsen und nicht nur von Lichtenstein. (Zuruf der Abg. Sabine Friedel, SPD) Vorhandene Klinikstandorte müssen gestärkt, weitere Schließungen abgewendet werden. Was die CDU-geführte Staatsregierung aber vorhat, dazu sagte Herr Kretschmer bereits im Jahr 2020 Folgendes: „Es muss eine neue Bettenbelegung geben. Sie muss jetzt kommen, auch wenn sie unangenehm ist.“ Zweiter Vizepräsident André Wendt: Gestatten Sie eine Zwischenfrage, Herr Kollege?

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