landtag.sachsen.de ↗

André Barth

AfD 10.02.2022 Sitzungen 7/45

Ja, ich möchte gern eine Kurzintervention auf den Redebeitrag von Herrn Anton halten. Ich will an einem praktischen Beispiel deutlich machen, was Sie hier einfach so wegwischen. Bei der Kommunalwahl 2019 im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge – Wahlkreis 12 – sind für die CDU angetreten: Frau Vizepräsidentin Dombois, der Gymnasiumdirektor Herr Hegewald und die jetzige Oberbürgermeisterin Frau Körner, die damals Abteilungsleiterin im Landratsamt war. Ich bin für die AfD angetreten und hatte die meisten Stimmen. Wir hatten auch noch ein paar Kandidaten dazu. Aber im Endergebnis hat in diesem Wahlkreis die CDU drei Kreisräte gestellt und die AfD nur zwei. Letztendlich konnte Frau Körner das Mandat nicht wahrnehmen, weil sie zu der Zeit weiter im Landratsamt beschäftigt war. Bürgermeisterin ist sie erst später geworden. Es war von vornherein klar: Man stellt drei bekannte Leute vorn auf, einer davon ist aber gar nicht wählbar. (Ivo Teichmann, AfD: Scheinkandidaten!) Das waren 4 000 Stimmen. Wenn Frau Körner dort nicht angetreten wäre, hätte die CDU dort womöglich in diesem Wahlkreis einen Sitz weniger erzielt. Das ist doch genau das, was Herr Teichmann versucht hat, hier zu erklären. (Ivo Teichmann, AfD: Das hat er nicht verstanden!) Das wollen Sie nicht zur Kenntnis nehmen. Schauen Sie sich einfach mal die Wahlergebnisse an. Der Gipfel ist dann, dass Mitglieder unseres Landtages dann im Kreistag sitzen und nach einem Jahr plötzlich feststellen, dass sie Arbeitsüberlastung haben, und dann zurücktreten. Zweiter Vizepräsident André Wendt: Die Redezeit ist abgelaufen.

Alle Reden von André Barth Protokoll ↗